Marc Marquez besuchte seinen Rennstall. Gleich kamen Gerüchte über ein mögliches Comeback auf. Doch es kam anders.

Am Donnerstag tauchte überraschend Marc Marquez im Fahrerlager des Circuit de Barcelona-Catalunya auf. Er kam im Teamshirt und mit einem Koffer ins Paddock. Würde er doch ein Comeback geben und statt Stefan Bradl das Rennwochenende bestreiten? Nein.

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Marquez nutzte die Gelegenheit, um bei seinem Team vorbeizuschauen, denn zum letzten Mal war er am 25. Juli in Jerez im Fahrerlager gewesen. Seither hat er seine Crew nicht mehr gesehen. Den Koffer hatte Marquez dabei, um sich einige persönliche Gegenstände aus dem Teamtruck zu holen.

„Ich bin gekommen, um das Team zu treffen“, bestätigt Marquez. „Es war auch wichtig, ein Meeting mit den japanischen Teammitgliedern zu haben, damit wir die Saison 2021 planen können.“

Seine Heimatstadt Cervera befindet sich etwas mehr als eine Autostunde vom Circuit de Barcelona-Catalunya entfernt. Um das Fahrerlager betreten zu dürfen, musste Marquez einen PCR-Test absolvieren. Donnerstagabend fuhr er wieder nach Hause.

Er wird das Rennwochenende von seinem Haus aus verfolgen. „Es macht Spaß, die Rennen im Fernsehen zu verfolgen, weil man nie weiß, wer vorne sein wird“, lacht Marquez. „Ich denke, dass es in der zweiten Saisonhälfte zwei, drei Fahrer geben wird, die um den WM-Titel kämpfen werden.“

„Jetzt ist noch alles ausgeglichen. Es wäre natürlich interessanter, wenn ich auch dabei wäre.“ Einen Termin für sein Comeback gibt es nicht. Der bald entthronte Weltmeister hatte sich jüngst dazu geäußert, dass er gerne beim Saisonfinale in Portimao wieder fahren würde.

„Ich fühle mich Schritt für Schritt besser. Jede Woche wird die Situation besser. Ich folge den Ratschlägen der Ärzte und versuche so bald wie möglich zurückzukommen, aber in guter Verfassung“, hält er fest und betont, dass noch nichts feststeht: „Ich weiß es nicht. Jeden Montag habe ich ein Röntgen und die Ärzte beurteilen die Situation.“