Die meisten MotoGP-Rennen könnten in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Spanien stattfinden. Valencia geht von einem Doubleheader als Saisonfinale aus.

Der neue MotoGP-Kalender soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. In erster Linie wird man sich auf Rennen in Europa konzentrieren. Im September will man dann neu bewerten, ob doch noch Grands Prix in Übersee stattfinden können. Bei den derzeitigen Planungen spielt die iberische Halbinsel eine wichtige Rolle. Mit Jerez, wo im Juli die ersten beiden Rennen stattfinden sollen, Aragon, Barcelona und Valencia gibt es alleine in Spanien vier geeignete Strecken.

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Logistik und Reisekosten wären einfach zu bewerkstelligen. Außerdem ist das Wetter in Spanien bis Anfang November meistens sehr schön. Mit Portimao in Portugal gäbe es noch eine theoretische Alternative.

Seit dem Jahr 2002 ist Valencia das traditionelle Saisonfinale. Das ist auch vertraglich so fixiert. Deshalb gehen die Streckenbetreiber stark davon aus, dass auch in diesem ungewöhnlichen Jahr auf dem Circuit Ricardo Tormo gefahren werden wird – als Saisonfinale mit gleich zwei Grands Prix.

Valencia: Zwei Rennen im Gespräch

„Wenn es eine Saison gibt, dann wird Valencia auch dabei sein“, sagt Streckenchef Gonzalo Gobert dem spanischen Radiosender ‚Cadena SER‘. „Es wird aber kein Publikum geben. Im Gespräch sind zwei Rennen am Ende des Jahres.“

Dass die Saison woanders als in Valencia beendet wird, glaubt Gobert nicht: „Das könnte nur passieren, wenn eine Strecke in Südostasien das machen will, einen Vertrag hätte und diesen auch erfüllen könnte.“

Sepang in Malaysia will sich die Option für ein Rennen offenhalten. „Das ist aber schwierig, wenn man die Situation weltweit betrachtet. Es ist eine unwahrscheinliche Möglichkeit“, meint der Chef der Valencia-Strecke. „Alles deutet darauf hin, dass wir die Saison mit zwei Rennen beenden werden.“

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