Dass es heuer weit weniger Rennen als üblich gibt, ist für Valentino Rossi kein Problem. WM bleibt WM. Die geringste Anzahl an Rennen gab es zu Beginn der WM-Ära.

Ursprünglich hätte die MotoGP-Saison 2020 insgesamt 20 Grands Prix umfassen sollen. So viele Rennen hat es in der Motorrad-Weltmeisterschaft, die seit 1949 ausgetragen wird, noch nie gegeben. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind zumindest 13 Rennen in Europa geplant.

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„Normalerweise haben wir 19 oder 20 Rennen“, sagt Valentino Rossi. „Es stimmt aber auch, dass es in der Vergangenheit in den 1970er-Jahren nur acht, neun oder zwölf Rennen gab.“ Finden alle 13 Grands Prix statt, ist es die kürzeste Saison seit sehr langer Zeit.

Erste WM-Saison umfasste fünf Läufe

Die erste Saison 1949 umfasste sogar nur fünf WM-Läufe. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass der WM-Kalender im Jahr 1961 zum ersten Mal zehn Grands Prix umfasste. Die Anzahl der Rennen pendelte sich auch über viele Jahre zwischen neun und zwölf ein.

Im Jahr 1980 gab es mit acht Grands Prix das letzte Mal weniger als zehn Rennen. Aufgestockt wurde der Kalender 1985, als erstmals 15 Läufe ausgetragen wurden. Zehn Jahre später gab es nur 13 Rennen. Nach 1995 wurde die Anzahl wieder erhöht.

Somit wird 2020 die kürzeste Saison seit 1995 werden. Da man sich mittlerweile daran gewöhnt hat, bis zu 20 Rennen im Jahr zu haben, hat diese kurze Saison die gleiche Wertigkeit? Ist es eine wertvolle Weltmeisterschaft? Schließlich wird nur in Europa gefahren.

„Für die moderne Ära wird es zwar eine kürzere Saison, aber es sind genug Rennen, damit es eine echte Weltmeisterschaft ist“, ist Rossi überzeugt. In seinem Debütjahr 1996 standen übrigens 16 Grands Prix im Kalender.

Rennen MotoGP: Grand Prix of Spain