Ein entscheidender Faktor für das Abschneiden in Barcelona ist die Reifenwahl und das Wetter. Rossi will voll attackieren.

MotoGP-Ikone Valentino Rossi startet beim Katalonien-Grand-Prix in Barcelona von Startplatz drei ins Rennen. Erstmals in der laufenden Saison fuhr Rossi im Q2 in die erste Startreihe. In Barcelona ist der Yamaha-Pilot nicht nur auf eine Runde schnell. Auch das Renntempo überzeugt. In allen Trainings fuhr Rossi ordentliche Rundenzeiten.

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„Es war ein guter Samstag“, freut sich Rossi. „Von Freitag an lief es gut. Das Motorrad war von Beginn an konkurrenzfähig. Es vermittelte mir ein gutes Gefühl. Heute konnten wir gut arbeiten. Die gemachten Änderungen gefielen mir gut. Ich konnte meine Linien und meinen Fahrstil verbessern.“

„Auch in FP4 war ich mit gebrauchten Reifen schnell. Es ist sehr wichtig, aus der ersten Reihe zu starten. Die erste Kurve ist weit weg. Wir müssen von Beginn an alles geben und versuchen, ein gutes Rennen zu zeigen“, erklärt die Nummer 46.

Rossi denkt nicht an die Meisterschaft

Die WM blendet Rossi vorerst aus. Im Rennen will der Italiener voll attackieren: „Ich liege bezüglich der Punkte nicht weit weg, doch ich verlor durch den Fehler in Misano einige Punkte. Ich befinde mich auf der neunten Position. Das heißt, dass viele Fahrer vor mir liegen. Morgen müssen wir das Maximum herausholen und versuchen, unser Bestes zu geben.“

„Es ist schwierig, in der WM etwas zu planen, wenn man WM-Neunter ist. Man muss alles geben und möglichst viele Punkte holen“, schildert Rossi. Offen ist, welche Reifen er für das Rennen auswählt. „Mit dem weichen Reifen war ich am Nachmittag schnell. Aber auch Franco Morbidelli, Fabio Quartararo und auch Maverick Vinales sind sehr schnell“, analysiert er.

„Sie konnten mehr Runden am Stück fahren. Es hängt davon ab, wie viele Runden man mit einem Reifen fuhr. Doch unser Renntempo ist momentan sehr ähnlich“, vermutet Rossi. Die finale Entscheidung soll nach dem Warm-up am Sonntagvormittag getroffen werden.

Finale Reifenwahl nach dem Warm-up

„Wir haben noch das Warm-up. Da werden wir Vergleiche anstellen. Wir müssen auch abwarten, was heute Nacht bezüglich des Wetters passiert. Die Wetterprognose ist nicht besonders gut. Ich hoffe, dass es trocken bleibt, denn der Kurs wurde von Tag zu Tag besser“, bewertet er die Grip-Bedingungen.

„Die Reifenwahl wird entscheidend sein. Der weiche Reifen ist zu Beginn immer besser, doch dann leidet man am Ende des Rennens. Mit dem Medium-Reifen hat man weniger Grip, dafür ist er aber am Ende stabiler. Es wird eine schwierige Wahl“, grübelt Rossi.

„Vorne ist der weiche Reifen besser als der Medium-Reifen, auch wenn es auf 24 Runden gesehen schwierig wird. Doch der weiche Reifen hat mehr Grip. Am Hinterrad ist die Wahl völlig offen. Der weiche Reifen ist eine Option, doch der Medium-Reifen ist auch nicht schlecht“, bemerkt Rossi und fügt hinzu: „Der Unterschied ist nicht groß. Das Rennen ist sehr lang.“