Laut Yamaha-Europa-Rennleiter Andrea Dosoli würde Valentino Rossi das Wachstum der WSBK enorm vorantreiben – so stehen die Chancen für einen Wechsel des „Doctors“.

Valentino Rossi wird wohl auch in der Saison 2021 in der MotoGP fahren. In den letzten Wochen zeichnete sich immer mehr ab, dass Rossi voraussichtlich bei Petronas-Yamaha unterkommt, wenn Fabio Quartararo am Saison-Ende den Platz des Altmeisters im Yamaha-Werksteam übernimmt.

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Ein Wechsel in die Superbike-WM gilt dagegen als äußerst unwahrscheinlich. Auch wenn Yamaha-Europa-Rennleiter Andrea Dosoli es begrüßen würde, wenn Rossi seine Runden demnächst auf einer WSBK-R1 drehen würe.

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„Rossi in der WSBK wäre ein Traum“

„Es wäre ein Traum für uns und für alle, Valentino in der Serie zu haben“, kommentiert Dosoli im Gespräch mit ‚GPOne‘. „Seine Präsenz würde der Superbike-WM enorm helfen, weiter zu wachsen. Aber ich denke nicht, dass er ernsthaft mit dem Gedanken spielt, dorthin zu wechseln.“

Eher wird vermutet, dass Rossi nach einem möglichen Karriere-Ende weiterhin in der MotoGP tätig sein wird, um seinen Talenten zu helfen. „Die Dorna wird alles, was in ihrer Macht steht, unternehmen, um ihn auch nach seinem Rücktritt in der MotoGP zu halten“, bestätigt Dosoli.

In der Saison 2010 hatte Rossi schon einmal eine WSBK-Yamaha bei Tests in Misano und Brünn pilotiert. Damals nutzte der „Doctor“ das Yamaha-Superbike um zu sehen, wie es um seine Fitness steht. Nach seinem Beinbruch in Mugello musste die Nummer 46 seinerzeit einige Rennen aussetzen. Beim Test in Brünn fuhr Rossi Rundenzeiten auf dem Niveau des Siegers.

WSBK-Bikes für Rossi kein Neuland

Doch auch ohne einen Wechsel in die WSBK könnte Rossi auf die Superbiker treffen – wenn die MotoGP zusammen mit der WSBK fährt. Gemeinsame Renn-Wochenenden beider WM-Serien stuft Dosoli aber ebenfalls als unwahrscheinlich ein.

„Superbike-WM und MotoGP zusammen? Das wird nicht passieren, was auf die Sponsoren zurückzuführen ist. Aber es gibt auch andere Gründe. Abgesehen davon könnte sich das negativ auf die Superbike-WM auswirken. Ich denke also, dass es besser ist, beide Meisterschaften getrennt laufen zu lassen“, erklärt der Italiener.