In sechs MotoGP-Jahren ist Maverick Vinales noch nicht ernsthaft um den WM-Titel mitgefahren. Was ist sein Hauptproblem und wie reagiert er darauf?

Maverick Vinales hat mittlerweile sechs MotoGP-Saisons auf dem Buckel. Auf den ganz großen Durchbruch aber wartet er noch. Nach Gesamtrang zwölf in seiner Rookie-Saison 2015 mit Suzuki belegte der Spanier, der seit 2017 für Yamaha fährt, zweimal den vierten und zweimal den dritten WM-Platz. In der Saison 2020 wurde es dann nur der sechste Gesamtrang.

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„Es ist immer gleich“, haderte Vinales anlässlich des Saisonfinales im November in Portimao. Was er, der 2021 in seine fünfte Saison im Yamaha-Werksteam geht, mit „immer gleich“ meint? „Wir schaffen es nicht, uns im Verlauf eines Wochenendes zu verbessern. Meistens beginnen wir recht stark. Dann aber fallen wir von Training zu Training zurück.“

„Ich kann mir das nicht erklären“, so Vinales. Und gesteht: „Mittlerweile setze ich meine Erwartungen schon sehr niedrig an. Ehrlich gesagt kann ich nicht mehr tun als versuchen, eine positive Einstellung zu behalten, ruhig zu blieben und am Motorrad zu arbeiten.“

Vinales: Ein Saisonsieg 2020

Zu möglichen Lösungen, um voranzukommen „müsste man Yamaha fragen“, so Vinales. Im September in Misano hatte der Spanier geglaubt, das Rätsel gelöst zu haben. Doch sein am Tag nach seiner Erkenntnis zustande gekommener erster Saisonsieg sollte sein einziger bleiben. Bei den folgenden Rennen fiel der Yamaha-Werkspilot dann doch wieder ins alte Schema zurück.

Zwar fuhr Vinales bei den sieben Rennen nach Misano 2 noch fünfmal in die Top 10 und beendete auch die anderen beiden in den Punkterängen. Auf das Podest aber hat er es nach seinem Sieg nicht mehr geschafft.

Ob die Saison 2021, die nach aktuellem Stand der Dinge im März in Katar beginnen soll , endlich den ganz großen Durchbruch für Vinales bringen wird, bleibt abzuwarten.

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