Maverick Vinales ist nach seinem Besuch auf Rossis Moto-Ranch schwer beeindruckt: So eine Akademie und diese Trainingsmöglichkeiten sollte es auch in Spanien geben.

Die Früchte der VR46-Akademie von Valentino Rossi werden immer deutlicher. Mit Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia hat man zweimal die Moto2-Weltmeisterschaft gewonnen. Morbidelli hat jüngst seinen ersten MotoGP-Triumph gefeiert und Bagnaia wird im nächsten Jahr im Ducati-Werksteam fahren.

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Mit Luca Marini ist in der Moto2-Klasse der nächste VR46-Fahrer auf dem Weg zum Weltmeistertitel. Und mit Marco Bezzecchi und Celestino Vietti hat die Akademie schon die nächsten Talente in der Pipeline.

Nach Jahren der spanischen Dominanz könnte das Pendel in Zukunft wieder Richtung Italien ausschlagen. Obwohl natürlich auch aus Spanien zahlreiche Talente in die Weltmeisterschaft drängen. Eine professionelle Akademie wie VR46 könnte auch für andere Länder ein Vorbild sein.

Vinales besucht Moto-Ranch: „Es war unglaublich“

„Ich habe Valentinos Moto-Ranch besucht und es war unglaublich“, sagt Maverick Vinales. Zwischen den beiden Misano-Rennen wurde er eingeladen und durfte mit dem Dirtbike von Bezzecchi einige Runden auf der Moto-Ranch drehen. Vinales war sichtlich beeindruckt.

„In Spanien gibt es so etwas nicht. Wir haben viele Fahrer in der MotoGP und unser Level ist auch recht gut. Wir sind meistens in den Top 10. Aber ich hätte gerne auch so eine Moto-Ranch in Spanien, aber das wird nicht einfach.“

Die jungen Italiener profitieren nicht nur von Rossis reichhaltiger Erfahrung, sondern sie pushen sich auch gegenseitig ständig. Auch Rossi profitiert davon. Somit ist es für alle eine optimale Situation, um das Level insgesamt zu verbessern.

Trainingsgruppe in Andorra

In den vergangenen Jahren sind einige MotoGP-Fahrer ins Fürstentum Andorra gezogen. Das sind unter anderem die beiden Espargaro-Brüder, Fabio Quartararo, Maverick Vinales, Joan Mir, Alex Rins und Tito Rabat. Sie schließen sich auch regelmäßig für Trainings-Sessions zusammen.

„Wir haben einen Flattrack und eine Supermoto-Strecke“, sagt Vinales. „Das macht viel Spaß. Es ist gut, wenn man mit anderen MotoGP-Fahrern trainiert.“ Zudem gibt es in den Pyrenäen auch immer wieder gemeinsame Radtouren.

„Wie Maverick gesagt hat“, meint Mir dazu, „es ist natürlich ein Vorteil, wenn man eine Akademie hat, wo man auf einem sehr hohen Level trainieren kann. Die anderen Fahrer werden besser, aber man selbst auch.“

„Ich trainiere manchmal in Andorra mit Maverick, Tito und Pol. Es ist zwar keine offizielle Akademie, aber wir sind auch beisammen“, lacht der Suzuki-Pilot. „Unsere Ergebnisse sind nicht so schlecht, also machen wir es ganz gut.“

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