KTM-Pilot Johann Zarco hat die MotoGP-Sommerpause genutzt, um mit freiem Kopf und neuer Einstellung ab sofort angreifen zu wollen.

Johann Zarco macht eine extrem zähe erste Saison als KTM-Werkspilot durch. Nachdem er die MotoGP-Gesamtwertung in den beiden vergangenen Jahren im Yamaha-Satellitenteam Tech 3 jeweils auf dem sechsten Platz abgeschlossen hat, liegt er bei Hälfte seiner ersten KTM-Saison nur auf Tabellenplatz 17.

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Mehr als ein zehnter Platz (Barcelona) war für Zarco bei bislang neun Rennen mit der RC16 nicht zu holen. Zuletzt verbuchte er zwei Nullnummern: In Assen gab er mit Armpump-Problemen auf. Anschließend stürzte er auf dem Sachsenring. Mit elf Stürzen über alle Trainings, Qualifyings und Rennen gerechnet ist der Franzose der Sturzkönig der ersten Saisonhälfte.

Die Sommerpause seit dem Deutschland-Grand-Prix hat Zarco genutzt, um mit Bergsteigen und ausgiebigen Wanderungen („40 Kilometer im Gebirge können echt lang sein“) seinen Fokus für die zweite Saisonhälfte neu zu setzen. Eben diese zweite MotoGP-Saisonhälfte beginnt an diesem Wochenende mit dem Grand Prix von Tschechien in Brünn.

Zarco will Emotionen besser kontrollieren

Demnach will Zarco ab sofort seine „Emotionen besser kontrollieren“, wie er am Donnerstag in Brünn sagt. Was der Franzose damit meint? „Ich war zu oft betrübt, weil ich nicht das erreicht habe, was ich mir vorgenommen hatte. Die Sommerpause hat mir geholfen, die Situation besser zu akzeptieren.“

Von dieser neuen Einstellung verspricht sich Zarco mittelfristig einen Fortschritt. Denn „wenn ich nichts ändern würde, würde ich nicht vorankommen“. So ist der 28-Jährige in der Sommerpause zur Erkenntnis gekommen: „Selbst in diesem Sport, in dem es um Performance geht, muss ein Tief nicht bedeuten, dass es nicht wieder aufwärts gehen kann.“

Beim Grand Prix von Tschechien an diesem Wochenende wird KTM mit neuen Teilen ausrücken. Diese hat Testpilot Dani Pedrosa kürzlich erprobt und für gut befunden. Um welche Teile es sich dabei genau handelt, wollen vor Beginn des Wochenende aber weder Zarco noch Teamkollege Pol Espargaro verraten.

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