Yamaha bestätigt, dass der positiv auf Corona gestetete Valentino Rossi auch in Aragon 2 nicht mit dabei sein wird – einen Ersatz für den „Doctor“ soll es auch dort nicht geben.

Weil Valentino Rossi positiv auf Corona getestet wurde, fehlt der Yamaha-Pilot nicht nur beim Aragon-Grand-Prix. Auch das Back-to-Back-Rennen auf gleicher Strecke in einer Woche wird der Altmeister verpassen. Das bestätigte sein Team am Sonntagmorgen in einer Pressemitteilung.

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„Die italienischen Covid-19-Maßnahmen sehen vor, dass sich jede Person, die einen positiven Covid-19-Test durchführt, sich ab dem Zeitpunkt des Tests zehn Tage lang selbst isoliert“, heißt es darin. Im Fall von Rossi wurde der Test am Donnerstag, 15. Oktober durchgeführt. Heißt also: Der „Doctor“ muss bis 25. Oktober in Quarantäne bleiben.

Daher wird der Italiener frühestens beim Großen Preis von Europa in Valencia (6. bis 8. November) wieder an den Start gehen können. Zuvor muss er einen weiteren PCR-Test durchführen und ein negatives Ergebnis vorweisen.

Das Rennen der MotoGP: Grand Prix of Aragon

Yamaha entscheidet sich gegen Rossi-Ersatz

Einen Ersatzfahrer für Rossi wird es auch für das zweite MotoGP-Wochenende in Aragon nicht geben, wie Yamaha weiter bestätigt. „Diese Entscheidung basiert auf der großen Belastung, unter der Yamahas MotoGP-Projektmitglieder während dieser von Covid-19 beeinflussten Saison stehen“, heißt es zur Erklärung.

Man wolle dem Team, das ohnehin in reduzierter Anzahl und unter erschwerten Bedingungen arbeitet, „nicht den zusätzlichen Stress aufbürden, sich auf einen neuen Fahrer einstellen zu müssen, der Rossi nur für ein einziges Renn-Wochenende ersetzen soll.“

Zuvor wurde über ein mögliches Renn-Comeback von Yamaha-Testfahrer Jorge Lorenzo spekuliert. Da der Spanier aufgrund der Corona-Situation jedoch nur sehr selten testete, wurde diese Option schnell ausgeschlossen. Auch Namen aus anderen Renn-Derien waren im Gespräch, wie etwa der von Toprak Razgatlioglu.

Razgatlioglu: „Würde eines Tages gerne fahren“

Der Yamaha-Pilot gewann beim WSBK-Saisonfinale in Portugal am Samstag das erste Rennen und verriet, angesprochen auf die Ersatz-Option: „Ich würde das Motorrad gerne eines Tages fahren. Doch das ist im Moment nicht möglich, weil ich ein Red-Bull-Athlet bin und das Yamaha-MotoGP-Team von Monster unterstützt wird.“

Tatsächlich muss Yamaha laut Reglement keinen Ersatz nominieren. Denn dieses besagt: „Die Teams müssen alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen, um innerhalb von zehn Tagen nach dem Rücktritt einen qualifizierten Ersatzfahrer zur Verfügung zu stellen, um ihren Nennverpflichtungen nachzukommen.“

Rossis Startverzicht beim Rennen in Aragon wurde der Team-Vereinigung IRTA am Freitag, dem 16. Oktober, offiziell mitgeteilt. Die Zehn-Tage-Frist endet also am Montag, 26. Oktober – und damit einen Tag nach dem eigentlichen Renntag in Aragon 2.