Chaz Davies steht vor einer neuen Herausforderung: Findet der ehemalige Ducati-Werkspilot im Kundenteam GoEleven wieder zu alter Stärke und sorgt für Überraschungen?

Beim WSBK-Saisonfinale 2020 in Estoril schloss Chaz Davies das Kapitel Ducati-Werksteam mit einem emotionalen Sieg ab. Der Waliser startet in der neuen Saison für das Kundenteam GoEleven. Beim Jerez-Test machte sich Davies mit seiner neuen Crew vertraut, konnte mit der Panigale V4R wegen des schlechten Wetters keine Runden drehen.

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„Das Kennenlernen ist mit das Wichtigste. Das sollte man nicht unterschätzen“, unterstreicht Davies im Gespräch mit ‚WorldSBK.com‘. „In dieser Hinsicht war der Test zumindest keine Zeitverschwendung. Doch natürlich war es das große Ziel zu fahren. Und diesen Jungs dadurch die Möglichkeit zu geben, zusammenzuarbeiten. Außerdem war mein Plan, wieder meinen Rhythmus finden, nachdem ich einige Monate nicht fahren konnte. Aber es sollte eben nicht sein.“

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Davies freut sich über „entspannte Atmosphäre“

Weil es ein Limit von maximal zehn Testtagen gibt, verzichtete die Truppe von GoEleven – wie alle anderen WSBK-Teams – darauf, in Jerez im Nassen zu fahren. „Es gab nicht viel zu lernen, weil ich das Motorrad schon kenne. Wenn es ein komplett neues Bike für mich gewesen wäre, dann hätte man fahren können“, stellt Davies klar.

Bei GoEleven scheint sich der dreimalige Vize-Weltmeister wohl zu fühlen. „Es hat sich noch kein Rad auf der Strecke gedreht, aber die Atmosphäre ist toll. Ich wurde herzlich im Team aufgenommen. Es ist großartig, dass hier so eine entspannte Atmosphäre herrscht“, freut sich Davies.

„Ich würde sagen, dass es anders ist als in der Nachbar-Box. Im Werksteam gibt es einen großen Druck, die Erwartungen sind hoch. Aber hier sind die Leute entspannter“, findet der Ducati-Pilot. „Klar, sie wollen die bestmöglichen Ergebnisse erreichen. Aber es ist halt nicht das Werksteam. Das könnte ein positiver Faktor sein.“