Ist das optimistisch oder realitätsfern? Dorna-Manager Gregorio Lavilla hofft, dass die Superbike-WM ab Juli oder August wieder zum normalen Rennbetrieb übergehen kann.

Laut derzeitigem Stand wird die Saison 2020 der Superbike-WM Anfang Juli in Donington (Großbritannien) fortgesetzt. Ob die aktuellen Reise-Beschränkungen bis dahin weitestgehend gelockert werden, um den Rennbetrieb zu ermöglichen, ist allerdings fraglich. Zudem ist offen, ob Massen-Ansammlungen ohne einen Impfstoff für das Coronavirus von den Regierungen genehmigt werden.

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Dorna-Manager Gregorio Lavilla erwartet, dass die WSBK-Fans ab dem Sommer wieder regelmäßig Rennen sehen werden. Die geplante Sommerpause gibt es auf Grund der Verschiebungen nicht mehr.“

WSBK-Manager freut sich: „Das Interesse wird wachsen“

Wir haben keine lange Sommerpause. Und zum ersten Mal in der WSBK-Geschichte gibt es drei aufeinanderfolgende Rennen“, kommentiert er das jüngste Update am WSBK-Kalender. „Wir haben also mehr Action in weniger Zeit.“

„Das Interesse an unserer Meisterschaft seitens der Medien und Fans wird also wachsen, wenn die Saison auf den Höhepunkt zusteuert. Zudem erhalten die Teams und Fahrer eine neue Herausforderung“, bemerkt Lavilla auf der offiziellen Website der Superbike-WM.

Nachdem die WSBK-Stopps in Doha, Jerez und Assen nicht wie geplant stattfinden konnten, folgte nach Ostern die Absage des Imola-Events. Aragon und Misano wurden verschoben. Warum wurde nicht auch Imola verschoben? „Mit einem Blick auf den schon ziemlich engen Kalender und die Wetter-Situation am Ende des Jahres haben wir das mit den Streckenbetreibern so vereinbart. Es ist besser, das Event abzusagen“, begründet Lavilla.

Weitere Kalender-Anpassungen nicht ausgeschlossen

Der Spanier hat große Hoffnung, dass die Superbike-WM im Sommer fortgesetzt werden kann. „Das ist eine Zeit, in der wir normalerweise gutes Wetter haben. Die Leute genießen zu dieser Zeit ihren Urlaub. In Europa können die Fans die Rennen besuchen, die besser mit der Urlaubsplanung harmonieren. Einer der Vorteile ist, dass sich die holländischen Fans freuen können, im August in Assen zu sein.“

Weitere Kalender-Anpassungen sind aber nicht ausgeschlossen. „Es hängt alles davon ab, wann wir wieder loslegen können. Es gibt einen Punkt, an dem wir den Kalender nicht länger aufschieben können. Dann müssen wir Absagen als einzige Möglichkeit ansehen“, so der Dorna-Manager.