Wenn die WSBK Ende Juli neu in die Saison startet, wird zunächst vor leeren Rängen gefahren – doch es gibt Hoffnung, dass die Fans vielleicht schon bald zurückkehren.

Mitte Juni präsentierten die Verantwortlichen der Superbike-WM den neuen Kalender für den Rest des Jahres. Geplant ist demnach, sechs bis acht weitere Renn-Wochenenden zu bestreiten.

Advertisement

Seit dem Saison-Auftakt in Australien Ende Februar ruht die Meisterschaft. Am ersten August-Wochenende wird der Rennbetrieb vor leeren Rängen fortgesetzt. Doch WSBK-Sportdirektor Gregorio Lavilla schließt nicht aus, dass es in diesem Jahr noch Rennen mit Fans geben wird.

Professor Nebel: Die Auspuffanlage

„Es war schwierig, den neuen Kalender festzulegen“

„Für die Verantwortlichen bei der Dorna und darüber hinaus war es schwierig, diesen Kalender festzulegen. Es ist wichtig, dass wir wieder loslegen können“, kommentiert Lavilla. Beim WSBK-Neustart sind Medienvertreter nicht gestattet. Nur die Teams und für die Produktion notwendige Mitarbeiter dürfen das Fahrerlager betreten.

„Vielleicht können wir sie zum Ende der Saison hin wieder begrüßen“, bemerkt Lavilla bezüglich der Journalisten. „An der Superbike-WM mag ich besonders, dass sie für die Fans so zugänglich ist. Man kann als Zuschauer ins Fahrerlager gehen und dort die besondere Atmosphäre erleben. Das wird natürlich noch etwas dauern, weil die Vorgaben der einzelnen Länder vorschreiben, dass es keine Massen-Ansammlungen geben darf.“

„Früher oder später werden die Fans aber wieder an die Strecken kommen können. Wenn sich im Sommer alles gut entwickelt, dann könnte eventuell eine begrenzte Anzahl an Fans ins Fahrerlager kommen“, hofft der ehemalige WSBK-Pilot.

Weitere WSBK-Rennen sind aktuell nicht geplant

Nach dem Neustart in Jerez geht es direkt in Portimao weiter. Es folgt ein Doppelpack in Aragon, bevor Barcelona und Magny-Cours auf dem Programm stehen. Noch nicht bestätigt sind die Events in San Juan und Misano. Donington, Assen und Losail stehen darüber hinaus zur Debatte, haben aktuell aber keine Termine.

„Es wird noch etwas dauern, den letzten Teil der Meisterschaft zu definieren. Aber derzeit haben wir offen gesagt nicht vor, noch weitere Rennen hinzuzufügen. Weil alle Beteiligten verstehen, dass man die Saison nicht in eine derart kurze Zeitspanne drücken kann“, erklärt Lavilla, der schon jetzt die kommende Saison im Hinterkopf hat.

„Während alle an 2020 denken, haben wir schon 2021 im Blick. Wir müssen die Dinge in diesem Jahr ganz genau planen, damit wir für kommende Saison noch genauere Entscheidungen treffen können“, betont Lavilla.