Kein Fahrbetrieb im Trockenen: Jonathan Rea holt sich die FP2-Bestzeit. Jonas Folger wird um die Chance gebracht, weitere Erfahrungen im Trockenen zu sammeln.

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) hat sich in Barcelona im nassen FP2 die Bestzeit gesichert. Der Titelverteidiger umrundete den Kurs in 1:55.669 Minuten und war damit minimal schneller als Yamaha-Pilot Michael van der Mark und Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi. Jonas Folger (Bonovo-MGM-Yamaha) startete vielversprechend ins FP2, wurde im Laufe der Session aber durchgereicht.

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Zu Beginn des zweiten Freien Trainings fanden die Piloten der Superbike-WM im Gegensatz zum trockenen FP1 eine komplett nasse Strecke vor. Ein Regenschauer war am Nachmittag über den Kurs gezogen. Die Strecke war an allen Stellen komplett nass. Regenreifen waren die logische Wahl.

Etwa die Hälfte des Feldes ging zu Beginn auf die Strecke, um sich ein Bild davon zu machen, wie sich der Kurs bei Nässe anfühlt. Auch Jonas Folger nutzte die Gelegenheit, um mit seiner Yamaha Erfahrungen im Nassen zu sammeln. Von Beginn an mischte der Deutsche im vorderen Feld mit und lag in Schlagdistanz zur Spitze.

Nicht mit dabei war Ducati-Pilot Leandro „Tati“ Mercado. Der Argentinier brach sich bei seinem Sturz im FP1 am Vormittag das rechte Kahnbein und die Speiche im Unterarm. Somit war das Comeback-Wochenende für Mercado nach nur wenigen Minuten Trainingszeit bereits wieder vorbei.

FP2: Jonathan Rea mit Schrecksekunde, rote Flagge in Barcelona

Honda-Pilot Takumi Takahashi war das erste Opfer der Bedingungen. Wenig später erwischte es Kawasaki-Pilot Maximilian Scheib. Nach einem Sturz lag Scheibs Maschine auf der Strecke. Weltmeister Jonathan Rea konnte der gestürzten Kawasaki gerade so ausweichen. Das FP2 musste unterbrochen werden. Scheib wurde nach dem Sturz ins Medical Center und später ins Krankenhaus eingeliefert.

Regenspezialist Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) führte die Wertung an, als das Training unterbrochen wurde. Die Uhr blieb bei 35 Minuten Restzeit stehen. Baz war mit einer 1:56.869er-Runde der schnellste Fahrer. Dahinter folgte Honda-Pilot Leon Haslam. Scott Redding war Dritter. Jonas Folger lag auf der vierten Position.

FP2: Viel Fahrbetrieb nach der Zwangspause

Nach zehn Minuten Pause konnte das FP2 fortgesetzt werden. Zahlreiche Fahrer waren mit absoluten und persönlichen Verbesserungen unterwegs und demonstrierten damit, dass sie sich immer besser an die Bedingungen gewöhnen.

Jonathan Rea übernahm mit einer 1:56.191er-Runde die Führung und lag 0,678 Sekunden vor Yamaha-Pilot Loris Baz. WM-Herausforderer Scott Redding tat sich deutlich schwerer, mit seiner Ducati im Nassen auf Tempo zu kommen. Knapp zwei Sekunden fehlten dem WM-Zweiten zur Halbzeit der Session.

Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi übernahm mit einer 1:55.874er-Runde die Führung und verdrängte Jonathan Rea von der Spitze. Und auch Yamaha-Werkspilot Michael van der Mark war im Nassen schnell. Der Holländer schob sich auf die zweite Position und war nur 0,088 Sekunden langsamer als Rinaldi.

15 Minuten vor dem Ende des FP2 übernahm Van der Mark mit einer 1:55.827er-Runde die Spitzenposition. Obwohl er sich erneut auf Bestzeit-Kurs befand, bog er in die Box. Es hatte sich an einigen Stellen bereits eine trockene Ideallinie gebildet. Andere Teile der Strecke waren noch nass.

Jonas Folger kann sich nicht im vorderen Feld behaupten

Jonas Folger rutschte im Laufe des FP2 aus den Top 10 und lag zehn Minuten vor dem Ende des FP2 auf der 13. Position. Der Rückstand betrug 1,8 Sekunden. Kurz vor dem Ende des FP2 fuhr Folger noch einmal auf die Strecke, konnte sich aber nicht steigern. Der ehemalige MotoGP-Pilot beendete das zweite Training auf der 15. Position. Der Rückstand betrug 1,886 Sekunden.

Fünf Minuten vor dem Ende des FP2 übernahm Jonathan Rea mit einer 1:55.669er-Runde die Führungsposition. Loris Baz landete in der Schlussphase der Session im Kiesbett und bescherte seiner Ten-Kate-Crew zusätzliche Arbeit am Freitagnachmittag.

Reas Zeit konnte nicht weiter unterboten werden. Der Weltmeister holte sich die FP2-Bestzeit und führte die Wertung vor Michael van der Mark, Michael Ruben Rinaldi, Alvaro Bautista und Scott Redding an. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) wurde Sechster. Tom Sykes (BMW), Samuele Cavalieri (Barni-Ducati), Eugene Laverty (BMW) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha) komplettierten die Top 10.

Teruel Round: Rennen 2