Ducati-Pilot Scott Redding ist am Freitag Schnellster – Jonas Folger kommt bis auf 0,742 Sekunden an die Bestzeit heran – Alvaro Bautista schrottet seine Honda.

Ducati-Werkspilot Scott Redding hat sich beim WSBK-Saisonfinale in Estoril auch die Bestzeit im FP2 geholt. Der Brite setzte sich beim Training am Nachmittag in der letzten Runde an die Spitze und verwies die Yamaha-Piloten Toprak Razgatlioglu und Loris Baz auf die Plätze. Jonas Folger präsentierte sich im FP2 erneut in guter Form und wurde Achter.

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Wie bereits im FP1 fanden die 23 Piloten auch am Nachmittag gute Bedingungen vor. Die Temperatur war auf 19 Grad angestiegen. Der Asphalt war im FP2 über 30 Grad warm.

Loris Baz: Erst Bestzeit, dann Kiesbett

Yamaha-Pilot Loris Baz startete mit viel Schwung in die zweite Freitags-Session. Der Franzose fuhr nach sieben Minuten die bis dato schnellste Runde des Wochenendes. Die Uhr blieb bei 1:37,084 Minuten stehen. Damit war Baz knapp eine Zehntelsekunde schneller als Ducati-Pilot Scott Redding im FP1.

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Wenige Minuten später fand sich Baz im Kiesbett wieder. Der Ten-Kate-Pilot war in Kurve 1 gestürzt. Dabei wurde die Yamaha R1 des Franzosen leicht beschädigt. Auch Barni-Pilot Matteo Ferrari fand sich im Kies wieder. 30 Minuten vor dem Ende der Session nahm die Ten-Kate-Crew die beschädigte R1 in Empfang und begann mit den Reparatur-Arbeiten. Nach wie vor war Baz der Spitzenreiter. Erst zehn Minuten vor dem Ende von FP2 kehrte Baz wieder auf die Strecke zurück.

GRT-Yamaha-Pilot Garrett Gerloff war das nächste Opfer der ersten Kurve. Der US-Amerikaner fabrizierte einen ähnlichen Sturz wie zuvor Baz. Die Yamaha von Gerloff rutschte aber nicht bis ins Kiesbett. Dadurch konnte er aus eigener Kraft an die Box zurückkehren.

Folger steigert sich in der Schlussphase

Jonas Folger hatte Mühe, seine FP1-Zeit zu unterbieten. Nach der Halbzeit war Folger einer von acht Piloten, die im FP2 langsamer waren als in der vorherigen Session. Der Deutsche lag auf Position 13 und hatte 1,501 Sekunden Rückstand auf die Zeit von Baz.

Nach dem ersten Stint verbrachte Folger viel Zeit in der Box. Offensichtlich wurden an der Yamaha R1 des IDM-Champions einige Änderungen vorgenommen. Eine Viertelstunde vor dem Ende von FP2 kehrte der Deutsche auf die Strecke zurück und verbesserte sich bereits beim ersten fliegenden Umlauf.

Alvaro Bautista stürzte acht Minuten vor dem Ende des 2. Trainings und beschädigte seine Honda Fireblade dabei schwer. Der Spanier war mit einer absoluten Sektor-Bestzeit in die Runde gestartet, musste dann aber in Kurve 7 vom Bike.

Ducati vor Yamaha und Kawasaki

In den letzten Minuten waren viele Fahrer mit persönlichen Sektor-Bestzeiten unterwegs. Nach wie vor lag Loris Baz mit seiner 1:37,084er-Runde vorn. Beim finalen Umlauf notierten eine Reihe von Fahrern absolute Sektor-Bestzeiten.

Toprak Razgatlioglu übernahm mit einer 1:36,975er-Runde die Führung im FP2 und war damit 0,109 Sekunden schneller als Loris Baz. Doch Scott Redding konnte ebenfalls noch einmal nachlegen. Der WM-Zweite schraubte die Bestzeit auf 1:36,886 Minuten herunter und beendete den Freitag als Spitzenreiter.

Jonathan Rea belegte am Ende Position vier. Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes komplettierte die Top 5. Garrett Gerloff, Chaz Davies, Jonas Folger, Michael van der Mark und Leon Haslam folgten auf den Positionen sechs bis zehn.

Folger kam beim finalen Stint bis auf 0,742 Sekunden an die Bestzeit heran und ließ damit einige prominente Namen hinter sich. Weniger erfreulich verlief der Estoril-Auftakt für BMW. Tom Sykes beendete das FP2 auf Position zwölf. Eugene Laverty wurde gar nur auf Platz 18 gelistet.