Die Topzeit von Baz im ersten Freien Training verpasste Rinaldi. Cortese enttäuschte gleich ein zweites Mal.

Das zweite Freie Training beim WSBK-Wochenende in Jerez ging mit einer Ducati-Doppelführung zu Ende . GoEleven-Pilot Michael Ruben Rinaldi holte sich überraschend die Bestzeit und verwies Ducati-Markenkollege Scott Redding auf die zweite Position. Honda-Pilot Alvaro Bautista komplettierte die Top 3, Sandro Cortese (Pedercini-Kawasaki) erlebte eine weitere enttäuschende Session.

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Am Vormittag lag Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) vorn. Der Franzose sicherte sich mit einer 1:40.249er-Runde die FP1-Bestzeit. Die Top 10 fuhren am Vormittag innerhalb einer halben Sekunde. Im Vergleich zum Vormittag hatte ich sich der am Nachmittag etwas Himmel zugezogen. Die Temperaturen lagen aber über 30°C.

Zu Beginn von FP2 beschäftigten sich die Fahrer mit der Rennabstimmung. Die Zeiten lagen eng beieinander. Sie waren aber deutlich langsamer als in FP1. BMW konnte sich im Vergleich zu FP1 deutlich steigern. Beide Fahrer mischten jetzt im vorderen Drittel des Feldes mit.

Chaz Davies und Eugene Laverty stürzen

Ducati-Werkspilot Chaz Davies war einer der Fahrer an der Spitze. Als Dritter lag der Waliser nur 0,034 Sekunden zurück. Nach einer Viertelstunde stürzte Davies in Kurve 2, konnte seine lädierte Ducati aber an die Box zurückbringen. Somit konnte er das zweite Freie Training nach einer kleinen Reparaturpause fortsetzen.

Nach dem ersten Schlagabtausch führte Loris Baz die FP2-Wertung mit einer 1:40.937er-Runde an. Die Top 4 – Loris Baz, Alvaro Bautista, Chaz Davies und Jonathan Rea – lagen innerhalb von 0,038 Sekunden. Weniger als eine Sekunde trennte die Top 17. Sandro Cortese kam nicht in Schwung und wurde nach dem ersten Stint als 23. und Letzter gelistet.

BMW-Pilot Eugene Laverty landete nach 20 Minuten im Kiesbett. Der Nordire war deutlich schneller unterwegs als am Vormittag und lag auf Position sieben, als er in Kurve 1 in die Auslaufzone rutschte. Laverty wollte seine BMW wieder starten, doch die S1000RR sprang nicht wieder an. Das Motorrad wurde in Richtung Rettungsweg geschoben. Laverty konnte in der Schlussphase des FT2 noch einmal auf die Strecke fahren.

Redding mit konstant schnellen Runden

Ducati-Pilot Scott Redding schob sich 20 Minuten vor dem Ende des FP2 an die Spitze der Wertung. Der Brite unterbot Baz‘ Zeit um 0,095 Sekunden und umrundete den Kurs in 1:40.842 Minuten. Fünf Minuten später schraubte Redding die Bestzeit auf 1:40.628 Minuten herunter. Zur FP1-Bestzeit von Loris Baz fehlten somit aber noch knapp vier Zehntelsekunden.

Fünf Minuten vor dem Ende der Session übernahm Michael Ruben Rinaldi die Spitzenposition. Der GoEleven-Ducati-Pilot fuhr eine 1:40.562er-Runde und verbesserte sich wenig später auf 1:40.325 Minuten. Damit demonstrierte der Italiener, dass die Schrecksekunde in FP1 keine Zweifel hinterlassen hat. Rinaldi musste am Vormittag von seiner Maschine springen, als die Bremse versagte.

Rinaldi konnte nicht mehr an der Spitze verdrängt werden und beendete FP2 als Spitzenreiter. In der kombinierten Wertung behauptete sich Loris Baz dank seiner FP1-Zeit auf Position eins. Das zweite Freie Training beendete der Franzose auf Position fünf. Scott Redding belegte in FP2 die zweite Position, war aber genau wie Baz langsamer als am Vormittag. Lediglich acht der 23 Fahrer konnten sich in FP2 steigern.

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Honda-Pilot Bautista behauptet sich im Spitzenfeld

Alvaro Bautista schaffte es in FP2 in die Top 3. Jonathan Rea wurde vor Loris Baz Vierter. Chaz Davies bestätigte die starke Form vom Vormittag und wurde Sechster. Rookie Federico Caricasulo (GRT-Yamaha) hinterließ als Siebter einen starken Eindruck.

BMW konnte sich nach dem Fehlstart am Vormittag deutlich stärker in Szene setzen. Tom Sykes und Eugene Laverty verbesserten ihre Zeiten und schafften es in FP2 auf die Positionen acht und neun. Maximilian Scheib (Orelac-Kawasaki) komplettierte die Top 10.

Nicht in den Top 10 landeten die WSBK-Laufsieger Michael van der Mark (Yamaha), Leon Haslam (Honda), Alex Lowes (Kawasaki), Marco Melandri (Barni-Ducati) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha), die sich auf den Positionen elf bis 15 einordneten.

Sandro Cortese (Pedercini-Kawasaki) erlebte nach dem enttäuschenden FP1 eine weitere schwache Session und wurde nur auf Position 20 gelistet.