Spannender Schlagabtausch in Jerez: In der Superpole werden Scott Redding, Jonathan Rea und Tom Sykes durch gerade einmal 0,040 Sekunden getrennt.

Ducati-Werkspilot Scott Redding wird das erste Rennen nach der Coronavirus-Zwangspause von der Pole-Position aus in Angriff nehmen. Redding fuhr in der Superpole die schnellste Runde . Doch seine Verfolger lagen in Schlagdistanz. Jonathan Rea (Kawasaki) lag nur 0,034 Sekunden zurück, Tom Sykes (BMW) hatte 0,040 Sekunden Rückstand.

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In den drei Freien Trainings waren es Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha), Michael Ruben Rinaldi (Go-Eleven-Ducati) und Michael van der Mark (Yamaha), die sich die Bestzeiten sichern konnten. Die bisher schnellste Runde des Wochenendes war Van der Marks FT3-Bestzeit. Am Samstagvormittag umrundete der Yamaha-Pilot den Kurs in 1:39.639 Minuten. Am Freitag war Loris Baz‘ FT1-Bestzeit (1:40.249 Minuten) die schnellste Rundenzeit.

Da es in der Superpole deutlich wärmer war als im FT3 um 9:00 Uhr, fanden die Piloten weniger Grip vor. Pünktlich um 11:00 Uhr gab die Ampel am Ende der Boxengasse die 25-minütige Superpole-Session frei.

Spanish Round: Rennen 1

Toprak Razgatlioglu mit Rennreifen der Schnellste

Toprak Razgatlioglu (Yamaha) setzte die erste Duftmarke der Superpole. Beim ersten Schlagabtausch mit Rennreifen umrundete der Türke den Kurs in 1:39.208 Minuten und fuhr damit die bisher schnellste Runde des Wochenendes.

Für WM-Leader Alex Lowes (Kawasaki) begann die Superpole nicht nach Plan. In der Jorge-Lorenzo-Kurve rutschte der Kawasaki-Werkspilot von der Strecke, konnte seine ZX-10RR aber wieder aus eigener Kraft an die Box bringen. Noch hatte Lowes keine gezeitete Runde vorzuweisen.

Die Top 10 nach dem ersten Stint mit Rennreifen: Toprak Razgatlioglu vor Jonathan Rea, Michael van der Mark, Loris Baz, Scott Redding, Chaz Davies (Ducati), Alvaro Bautista (Honda), Tom Sykes, Leon Haslam (Honda) und Federico Caricasulo (GRT-Yamaha). Sandro Cortese (Pedercini-Kawasaki) lag mit 1,392 Sekunden Rückstand auf Position 14.

Spannender Showdown in den finalen Minuten

Ducati-Pilot Leandro Mercado stürzte zur Halbzeit in Kurve 4. Der Argentinier wurde im Kiesbett von seiner Maschine am Bein getroffen. Zum Zeitpunkt des Sturzes lag Mercado auf der 17. Position.

Fünf Minuten vor dem Ende der Superpole notierten einige Fahrer absolute Sektor-Bestzeiten. Toprak Razgatlioglu scheiterte an seiner eigenen Bestzeit mit Rennreifen. BMW-Pilot Tom Sykes machte mit dem Qualifying-Reifen einen riesigen Sprung und schob sich mit einer 1:38.776er-Runde an die Spitze. Er unterbot Razgatlioglus Zeit um 0,432 Sekunden.

In den finalen Minuten wurde die Reihenfolge kräftig durcheinander gewürfelt. Scott Redding unterbot Tom Sykes‘ Zeit um 0,040 Sekunden und sicherte sich die provisorische Pole-Position. doch es waren noch weitere Fahrer mit Sektor-Bestzeiten unterwegs.

Jonathan Rea scheitert knapp an Scott Reddings Zeit

Ein kleiner Fehler verhinderte, dass Jonathan Rea sich die Bestzeit sichert. Der Weltmeister verpasste Scott Reddings Zeit um 0,034 Sekunden. Somit lagen die Top 3 – Scott Redding, Jonathan Rea und Tom Sykes – innerhalb von gerade einmal 0,040 Sekunden.

Michael van der Mark beendete die Superpole auf Position vier und führt somit die zweite Startreihe an. Ebenfalls in Reihe zwei stehen seine Markenkollegen Toprak Razgatlioglu und Loris Baz. Ducati-Pilot Chaz Davies führt die dritte Startreihe an. Neben dem Waliser steht Ex-Ducati-Teamkollege Alvaro Bautista. Leon Haslam komplettiert die dritte Startreihe.

FT2-Spitzenreiter Michael Ruben Rinaldi beendete die Superpole auf der zehnten Position und teilt sich die vierte Startreihe mit BMW-Pilot Eugene Laverty und Pedercini-Kawasaki-Pilot Sandro Cortese. Im Vergleich zu den Freien Trainings zeigte Cortese eine beachtliche Steigerung und kam bis auf 1,133 Sekunden an die Spitze heran.

Der WM-Leader nur auf Startplatz 14

Enttäuschend verlief die Superpole für WM-Leader Alex Lowes. Der Kawasaki-Pilot musste sich mit der 14. Position zufriedengeben. Und auch WSBK-Rückkehrer Marco Melandri (Barni-Ducati) erlebte eine schwache Superpole. Der Italiener steht nur auf der 19. Position und hatte in der Quali-Session knapp zwei Sekunden Rückstand. Lauf eins wird um 14:00 Uhr gestartet.