BMW jubelt über die Pole-Position von Eugene Laverty – Tom Sykes komplettiert den BMW-Erfolg mit Startplatz zwei – Scott Redding nur Zehnter, Alvaro Bautista auf P17

Die BMW-Werkspiloten zeigten bei der Superpole in Magny-Cours die bisher beste Teamleistung der Saison. Eugene Laverty holte sich die erste Pole-Position als BMW-Pilot . Tom Sykes beendete die 25-minütige Session auf der zweiten Position. Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) komplettiert die erste Startreihe.

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„Das Motorrad ist im Nassen so gut“, freut sich Laverty über die erste Pole-Position mit BMW und scherzt: „Ich hatte in diesem Jahr in der Superpole oft zu kämpfen. Jetzt haben wir die Antwort für unsere Probleme gefunden. Wir müssen nur zusehen, dass der Kurs nass ist und dann ist alles gut.“

„Es ist absolut fantastisch“, kommentiert Teamkollege Sykes das gute BMW-Ergebnis. „Das Motorrad fühlte sich von dem ersten Training an sehr gut an. Ich fühlte mich sehr wohl auf der Maschine, was immer sehr angenehm ist. Ich stürzte am Freitag. Dabei schlug ich hart auf der Schulter auf. Im Nassen ist es für mich körperlich deutlich einfacher.

„Wir erledigten unsere Arbeit. Das Ziel war die erste Startreihe. Es ist fantastisch für das gesamte Team“, freut sich Sykes. „Es ist toll, im Qualifying die beiden Spitzenpositionen zu belegen. Das zeigt die Arbeit, Anstrengungen und die Hingabe, die in das Projekt gesteckt wurden. Jetzt zahlt es sich aus. Ich habe kein Problem, hinter Eugene zu sein. Er arbeitet sehr hart.“

Jonathan Rea sorgt sich um die Bedingungen im Rennen

In Magny-Cours ging Jonathan Reas Pole-Position-Serie zu Ende. Doch mit Startreihe konnte der Weltmeister sehr zufrieden sein. „Die erste Reihe ist immer das Ziel. Ich fühlte mich okay. Die Bedingungen waren ziemlich gemischt. Ich verwendete den weichen Regenreifen, doch am Ende war der Kurs zu trocken dafür. Ich rutschte herum und erhielt viele Warnungen“, berichtet Rea.

„Wir müssen abwarten, wie sich das Wetter entwickelt. So ist es eine Lotterie, was die Reifenwahl angeht. Man muss sehr viel riskieren. Es wäre besser für mich, wenn es richtig nass oder richtig trocken ist“, bemerkt Rea.

Sonnenschein in der Superpole

Nach den drei verregneten Freien Trainings war der Kurs auch zu Beginn der Superpole komplett nass. Doch im Gegensatz zum FT3 am Morgen fuhren die 21 WSBK-Piloten aber bei Sonnenschein. Zu Beginn der Superpole um 11:00 Uhr gab es noch keine trockene Linie. Regenreifen waren die logische Wahl.

Die FT3-Bestzeit von Loris Baz war vor der Superpole die bisher schnellste Runde des Wochenendes. Am Samstagmorgen konnte Baz den Kurs in 1:48.707 Minuten umrunden. Nach dem ersten Schlagabtausch in der Superpole führte Jonathan Rea die Wertung mit einer 1:49.392er-Runde an. Erster Verfolger war Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes.

FT2-Spitzenreiter Garrett Gerloff fuhr fünf Minuten vor dem Ende der Superpole 0,035 Sekunden schneller als Rea und übernahm die Führung in der Wertung. Wenig später schob sich BMW-Pilot Tom Sykes an die Spitze. Der Ex-Champion konnte Gerloffs Zeit um 0,059 Sekunden unterbieten.

BMW-Duo präsentiert sich in Topform

BMW-Pilot Eugene Laverty übernahm drei Minuten vor dem Ende der Superpole die Führung und bestätigte, dass die S1000RR auf nasser Strecke gut funktioniert. Beide BMWs lagen vorn, doch Kawasaki-Pilot Alex Lowes verdrängte Laverty nach wenigen Sekunden und übernahm die Führung. Die Uhr blieb bei 1:49.060 Minuten stehen. Doch noch war das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Mehrere Fahrer waren beim finalen Versuch mit absoluten Sektor-Bestzeiten unterwegs. Die Positionen an der Spitze wurden noch einmal kräftig durcheinander gemischt. Am Ende konnten sich die BMW-Piloten durchsetzen.

Eugene Laverty holte sich mit einer 1:48.644er-Runde die Pole-Position. BMW-Teamkollege Tom Sykes war nur 0,142 Sekunden langsamer und steht in Lauf eins auf Startplatz zwei. Jonathan Rea komplettiert die erste Startreihe.

Alex Lowes führt Reihe zwei an und teilt sich diese mit den Yamaha-Piloten Garrett Gerloff und Michael van der Mark. Die beste Ducati steht erst in der dritten Reihe. Michael Ruben Rinaldi holte sich Startplatz sieben und bildet mit Loris Baz und Chaz Davies die dritte Startreihe.

WM-Herausforderer Scott Redding (Ducati) steht nur in der vierten Reihe zusammen mit Leon Haslam (Honda) und Federico Caricasulo (GRT-Yamaha). Enttäuschend verlief die Superpole für Toprak Razgatlioglu (Yamaha), der nur 13. wurde, und Alvaro Bautista (Honda), der auf Position 17 landete.

Das erste Rennen wird um 14:00 Uhr gestartet.