Jonathan Rea gelingt ein weiterer Schritt in Richtung WM-Titel – BMW-Werkspiloten landen nach einem kontroversen Manöver mit Garrett Gerloff im Kiesbett

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea holte sich den Sieg im ersten Magny-Cours-Rennen. Der Weltmeister zeigte eine fehlerfreie Vorstellung und kam vor Lokalmatador Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) ins Ziel. Alex Lowes (Kawasaki) komplettierte das Podium.

Advertisement

BMW ging im Rennen komplett leer aus. Bereits in Kurve 1 landeten Pole-Setter Eugene Laverty und Teamkollege Tom Sykes im Kiesbett.

Das erste Rennen wurde wie alle Sessions zuvor an diesem Wochenende auf nasser Strecke gestartet. Die Behörden erlaubten 5.000 Fans den Eintritt auf das Gelände. Beim Rennstart regnete es leicht. Die Bedingungen waren perfekt für Regenreifen. Alle Fahrer setzten auf den neuen Pirelli-Regenreifen.

Beim Start setzte sich Jonathan Rea durch. Für das BMW-Werksduo war das Rennen bereits nach wenigen Metern vorbei. Tom Sykes geriet mit Garrett Gerloff aneinander und stürzte. Dabei räumte er Teamkollege Eugene Laverty ab. Nach dem sensationellen Superpole-Ergebnis folgte für BMW große Ernüchterung.

Der Vorfall wurde untersucht, doch im Laufe des Rennens kam bereits die Meldung, dass es keine Strafen gibt. Die BMW-Piloten machten mit eindeutigen Gesten deutlich, was sie von Garrett Gerloffs Manöver und der Entscheidung der Rennleitung halten.

French Round: Rennen 1

Garrett Gerloff und Loris Baz setzen Jonathan Rea unter Druck

Jonathan Rea behauptete sich nach dem Start an der Spitze und beendete die erste Runde vor Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes als Führender. Auf Position drei fuhr Yamaha-Pilot Garrett Gerloff. Lokalmatador Loris Baz war Vierter vor Yamaha-Markenkollege Michael van der Mark.

In der zweiten Runde übernahm Garrett Gerloff die zweite Position und hatte nur noch Jonathan Rea vor sich. Der US-Amerikaner war der schnellste Fahrer und attackierte die Kawasaki mit der Nummer 1. In Kurve 13 gerieten Rea und Gerloff aneinander. Loris Baz nutzte den Zwischenfall und übernahm die zweite Position.

In Kurve 7 endete Garrett Gerloffs Rennen vorzeitig. Der Yamaha-Pilot flog 15 Runden vor Rennende via Highsider von seiner R1. Dadurch übernahm Alex Lowes kampflos die dritte Position. Jonathan Rea und Loris Baz lagen innerhalb weniger Zehntelsekunden. Zu Lowes klaffte eine Lücke von über zwei Sekunden.

Fehlerfreie Vorstellung vom Weltmeister

An der Spitze führte Jonathan Rea das Rennen weiter an, doch Loris Baz versuchte, den Anschluss zu halten. Nur wenige Zehntelsekunden lag der Franzose hinter Spitzenreiter Rea. Im finalen Renndrittel vergrößerte sich die Lücke. Hatte sich Baz mit Platz zwei zufrieden gegeben?

Alex Lowes fuhr einsam auf der dritten Position. Dahinter übernahm Ducati-Pilot Chaz Davies kampflos die vierte Position von Michael van der Mark, der durch einen Sturz Zeit verlor. Der Holländer reihte sich wieder auf der elften Position ein.

Toprak Razgatlioglu lieferte sich mit Leon Haslam ein Duell um Platz fünf. Von hinten kam Scott Redding näher. Der WM-Zweite hatte sich gegen Ducati-Markenkollege Michael Ruben Rinaldi durchgesetzt und steigerte seine Rundenzeiten gegen Rennende deutlich.

Kawasaki und Yamaha auf dem Podium

Jonathan Rea baute seinen Vorsprung auf Loris Baz immer weiter aus. Nach 21 Runden hatte der Weltmeister über drei Sekunden Vorsprung auf Baz und holte sich souverän den Sieg im ersten Rennen. Baz wurde Zweiter, Alex Lowes kam auf Position drei ins Ziel.

Chaz Davies sammelte als Vierter wichtige Punkte für die Meisterschaft und den Kampf um WM-Bronze. Um Platz fünf kämpften Toprak Razgatlioglu, Leon Haslam und Scott Redding. Haslam übertrieb es in der letzten Runde und stürzte. Redding war der Nutznießer und holte Platz fünf. Razgatlioglu wurde Sechster.

Michael Ruben Rinaldi (GoEleven-Ducati), Xavi Fores (Puccetti-Kawasaki), Michael van der Mark (Yamaha) und Leandro Mercado (Motocorsa-Ducati) komplettierten die Top 10. Alvaro Bautista (Honda) blieb komplett unauffällig und kam mit 46 Sekunden Rückstand auf Position zwölf ins Ziel.