Die Superbike-WM befindet sich auf der Überholspur. Schlank sparen und seriennaheres Reglement sind die Erfolgsgeheimnisse.

Eine Reihe von schnellen Ducati-Piloten, angeführt von WSBK-Legende Carl Fogarty, kämpft vor vollen Rängen gegen die ikonischen Castrol-Hondas und die Werksmaschinen von Yamaha, Kawasaki und Suzuki: Die Superbike-WM befand sich Ende der 1990er-Jahre auf einem Hoch, bevor es Anfang der 2000er auf Grund der neuen MotoGP-Viertakt-Ära stark bergab ging. Laut WSBK-Sportdirektor Gregorio Lavilla steuert die Serie aktuell auf eine neue goldene Ära zu.

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„Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich ein Teil der Superbike-WM war, als diese in einigen Ländern eine sehr große Beliebtheit genoss. Jetzt kehren wir zu diesen Erinnerungen zurück“, bemerkt der Spanier.

Zauberwort: Kostenreduktion

In den vergangenen Jahren wurde in der Superbike-WM die Grundlage für eine positive Zukunft geschaffen. Die Kosten wurden durch ein immer seriennäheres Reglement reduziert. Das war nötig, denn den Teams und Herstellern hatten nicht die finanziellen Ressourcen der 1990er.

„Durch die Finanzkrise musste 2008 alles reduziert werden. Das Ziel war, den Wettkampf besser zu machen und es für alle zugänglicher zu machen. Dafür sollten die Ausgaben reduziert und Hersteller zurückgeholt werden“, nennt er die Herausforderungen der vergangenen Jahre.

In der abgelaufenen Saison präsentierte sich die Superbike-WM ausgeglichener als in den Jahren zuvor. Kawasaki, Ducati und Yamaha holten Laufsiege und die Kundenteams der verschiedenen Hersteller waren deutlich näher dran als es in der jüngeren Vergangenheit der Fall war.

„Es ist eine tolle Zeit, um Fahrer in einem Kundenteam zu sein. Wenn man ordentliche Teile bekommt, kann man an der Spitze mitkämpfen, ohne ein Werksfahrer sein zu müssen. Die Änderungen ab 2013 sind der Grund, warum Kundenteams gewinnen können“, so Lavilla.

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