Bradley Smith musste seinen Aprilia-Sitz unlängst für Lorenzo Savadori räumen – trotzdem ist der Brite überzeugt, dass er für 2021 immer noch Chancen bei den Italienern hat.

Alles lief gut aus Sicht von Bradley Smith: Anstelle des gesperrten Andrea Iannone bestritt er für Aprilia die ersten elf Saison-Rennen. Immerhin fünf Mal holte der Brite dabei WM-Punkte, fiel gleichzeitig im Regen von Le Mans nur einmal aus. Dann die böse Überraschung: Für die letzten drei Grands Prix muss Smith seinen Platz räumen.

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Lorenzo Savadori, im vergangenen Winter von Aprilia als zusätzlicher Testfahrer an Bord geholt, durfte in Valencia sein MotoGP-Debüt feiern. Smith besteht jedoch darauf, bei den Italienern nicht entlassen worden zu sein. Vielmehr wolle sein Team Savadori wichtige Rennkilometer ermöglichen.

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Smith über sein Aus: „Ich kann das verstehen“

„Ich wurde nicht gefeuert! Sondern mir wurde gesagt, dass es zum Wohle der Firma ist, wenn Savadori etwas Streckenzeit erhält“, erklärte Smith jetzt in einem Interview. „Und ich kann das verstehen. Natürlich ist es kein Vorteil für mich. Aber ich kann die Vorteile für Aprilia sehen.“

Mit welchem Fahrer-Duo Aprilia in der neuen Saison starten wird, ist derzeit noch offen. Fix gesetzt ist lediglich Teamleader Aleix Espargaro. Für den zweiten Sitz gibt es laut Motorsportchef Massimo Rivola scheinbar gleich mehrere Optionen.

Smith ist überzeugt, dass auch er eine Chance hat. „Als sie die Entscheidung getroffen haben dachten sie, dass ich für 2021 nicht mehr gebraucht werde. Aber mit jedem Tag, der vorübergeht, blicken sie zurück. Und ich denke, ich werde sehr wohl noch gebraucht.“

Alle Aprilia-Optionen laut Smith noch möglich

„Beide Optionen, also sowohl Rennen als auch als Testfahrer, sind noch möglich. Ich muss abwarten, wie sie sich entscheiden. Beide Jobs würde ich sehr gut machen. Aber meine Präferenz ist es immer, Rennen zu fahren.“

„Ihre Loyalität zu Iannone hat eine andere Seite von Aprilia als in der Vergangenheit gezeigt. Hoffentlich können wir darauf aufbauen und für Kontinuität sorgen.“ Und Smith setzt auch darauf, dass seine Arbeit von den Italienern geschätzt wird.

Denn während seiner elf Renn-Einsätze setzte er das Test-Programm im Wettbewerb fort. „Ich hatte nie zwei gleiche Bikes und probierte immer etwas Neues. Entweder beim Chassis, bei der Motor-Konfiguration oder bei der Elektronik.“

Deshalb spricht sich Smith auch dafür aus, dass es bei Aprilia im nächsten Jahr wieder ein stärkere Trennung zwischen Renn-Team und Test-Programm geben sollte. Ob mit oder ohne den Briten, wird sich zeigen…