Lediglich Yamaha hat im Vorfeld nicht auf dem neuen Asphalt in Misano getestet. Fabio Quartararo und Valentino Rossi zeigen sich deshalb sehr verwundert.

Im Vorfeld der beiden Rennwochenenden auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli haben alle Hersteller mit Ausnahme von Yamaha getestet. Ducati, Aprilia, KTM, Honda und Suzuki hielten dort Ende Juni beziehungsweise Ende August private Tests mit ihren Testfahrern ab. Im Juni hatte KTM sogar die Stammfahrer im Aufgebot.

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Die Strecke in der Nähe der Adriaküste wurde im Frühling neu asphaltiert. Die Testfahrten ermöglichten den Teams somit wichtige Informationen. Yamaha fehlte. Das Yamaha-Testteam in Europa war in diesem Jahr noch gar nicht im Einsatz.

Testfahrer Jorge Lorenzo fuhr lediglich Anfang Februar beim Wintertest in Sepang mit der 2019er-Maschine. Warum nahm Yamaha nicht mit Lorenzo die Testgelegenheit in Misano wahr? „Ich habe ehrlich gesagt die gleiche Frage“, sagt Fabio Quartararo.

Warum fährt Lorenzo nicht mit der Yamaha?

„Ich weiß es nicht, aber es stimmt, dass wir das nicht verstehen. Wir kennen die Fähigkeiten von Jorge mit der Yamaha und ich weiß nicht, warum er nicht fährt. Er ist in Sepang 20 Runden gefahren. Das war es.“

„Ich möchte nicht sagen, dass es ein Nachteil ist, aber es wäre gut gewesen, wenn wir mit unserem Motorrad einige Aussagen zum neuen Asphalt gehört hätten“, findet Quartararo, der als WM-Führender nach Italien gekommen ist.

Valentino Rossi sieht es genauso: „Ich habe genau die gleiche Frage an Yamaha. Als Jorge unser Testfahrer wurde, war ich sehr glücklich, denn er ist mit der M1 einer der besten Fahrer der Geschichte. Ich denke, er kann uns sehr helfen.“

„Wir sehen auch, was Pedrosa mit KTM in einem Jahr erreicht hat. Ich denke, er gibt ihnen sehr gute Ratschläge. Auf der anderen Seite muss Yamaha dem Programm vertrauen. Ich weiß es nicht. Manchmal passieren bei Yamaha Dinge, die schwierig zu erklären sind.“

„Man muss sie fragen“, meint Rossi. „Aber klar, wir beginnen am Freitag auf dem neuen Asphalt bei null. Wir müssen viele Dinge verstehen, die Teams wie KTM und Ducati schon beim letzten Test erledigt haben.“