Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli glaubt, dass Valentino Rossi nicht lange brauchen wird, um eine Zukunfts-Entscheidung zu treffen – wenn die Saison mal läuft.

Dass es wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit keine MotoGP-Rennen gibt, hat die Pläne von Valentino Rossi „durcheinander gebracht“. Denn ursprünglich wollte der 41-Jährige bei den ersten Rennen seine Konkurrenzfähigkeit bewerten und dann entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzen wird oder aufhört.

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„Das hat meinen Plan durcheinander gebracht“, sagte Rossi bei ‚Sky Sport Italia‘. „Wir müssen abwarten, wann wir Rennen fahren können. Es scheint noch lange zu dauern, weil auch die Fußball-Europameisterschaft abgesagt wurde. Ich denke, es wird schwierig werden, vor Juli zu starten.“ Wann das erste Rennen 2020 stattfinden wird, ist ungewiss.

Rossi: Petronas-Yamaha für 2021 eine Option

Sollte der Italiener seine Karriere fortsetzen wollen, dann gäbe es die Möglichkeit mit Werks-Unterstützung im Yamaha-Satellitenteam Petronas. Im Werksteam sind für die Jahre 2021/22 Maverick Vinales und Fabio Quartararo gesetzt. Teamdirektor Massimo Meregalli glaubt, dass Rossi nicht lange brauchen wird, um eine Entscheidung zu treffen.

„Für einen Fahrer seines Kalibers denke ich, dass zwei, drei Rennen ausreichen werden“, wird Meregalli von ‚GPOne.com‘ zitiert. „Vale ist eine sehr intelligente Person, er versteht sofort sein Level.“ Bei den Winter-Tests waren die ersten Anzeichen positiv. Yamaha hatte in Malaysia und Katar den Eindruck hinterlassen, dass man technisch Fortschritte gemacht hat.

Erste Anzeichen bei Winter-Tests positiv

Vor allem Vinales glänzte bei den Tests mit starken Rundenzeiten, auch über die Distanz. Quartararo war über eine Runde wie immer sehr schnell. Rossi fehlten bei den Tests zwei, drei Zehntelsekunden auf die absoluten Spitzenzeiten. Aber das sorgte laut Meregalli nicht für Sorgenfalten.

„Vale hat nicht sein wahres Potenzial gezeigt, denn er hat noch etwas Spielraum gelassen. Seine Aussagen waren auf jeden Fall positiv und er war nach den Tests zufrieden“, so Meregalli. „Leider hatte er wieder hohen Verschleiß beim Hinterreifen. Aber das war nur in Katar der Fall, in Malaysia und Spanien war das anders.“

„Natürlich müssen wir verstehen, woher dieses Problem kommt. Sein Stil ist anders als von Maverick und Fabio, weshalb er den Hinterreifen stärker belastet. Ich bin aber überzeugt, dass Yamaha arbeitet, damit Vale in der bestmöglichen Situation ist. Er muss vielleicht auch seinen Fahrstil etwas anpassen, was er in der Vergangenheit schon gemacht hat. Und gezeigt hat, dass das kein Problem ist.“