Massimo Meregalli blickt auf die erste Saisonhälfte der MotoGP zurück und hält fest: Die schwankenden Leistungen von Rossi und Vinales waren nicht nur hausgemacht.

Für das Yamaha-Werksteam verlief die erste Hälfte der MotoGP-Saison 2019 nicht wie geplant. Hatte man nach den beiden zwei Podestplätzen von Valentino Rossi in Argentinien und Austin schon an einen zweiten Frühling des Doktors geglaubt, ging es für ihn seither nur rückwärts. Stattdessen konnte Teamkollege Maverick Vinales nach einem schwierigen Start zuletzt wieder auftrumpfen.

„Es war eine sehr gemischte erste Saisonhälfte, wenn man sich die Ergebnisse anschaut“, bestätigt Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli im Gespräch mit ‚Motorsport-total.com‘. „Mit Valentino hatten wir einen recht anständigen Start in die Saison, während das mit Maverick weniger der Fall war. Dann hat sich die Situation umgekehrt und Maverick konnte ab Jerez an Selbstvertrauen gewinnen.“

Dort feierte der Spanier als Dritter seinen ersten Podestplatz. Der Sieg ließ aber bis Assen auf sich warten. „Ich glaube, schon in Barcelona hätten beide Fahrer ohne den Unfall ein wirklich gutes Rennen haben können“, betont Meregalli. Doch beide Yamaha-Piloten kamen nicht über Runde zwei hinaus, weil Jorge Loreno (Honda) sie und Andrea Dovizioso (Ducati) durch einen Sturz aus dem Rennen riss.

Erster Yamaha-Sieg 2019

Aber dann in Assen gelang uns mit Maverick schließlich der erste Sieg in dieser Saison. Er hat das aus meiner Sicht wirklich hervorragend gemacht. Denn bisher waren in dieser Saison nur wenige Fahrer in der Lage, Marquez im Rennen zu schlagen“, weiß der Teammanager. Allerdings hat Yamaha acht Rennen gebraucht, um das zu schaffen. Und im WM-Kampf längst den Anschluss verloren.

Gibt es es für die schwankenden Leistungen streckenspezifische Gründe oder hinkt der japanische Hersteller im Vergleich zur Konkurrenz bei der Entwicklung hinterher? „Es ist nicht so einfach, eine Erklärung dafür zu finden“, sagt Meregalli und gibt zu: „Zum Beispiel verlief das erste Rennen der Saison für uns nicht wie erwartet, weil wir den Fahrern nicht das geben konnten, was sie suchten.“

„Ihr Gefühl mit dem Motorrad war nicht sehr gut. Dann kamen wir nach Amerika und Argentinien und die Dinge änderten sich insbesondere für Valentino. Aber aus meiner Sicht hatten wir auch wirklich Pech. Denn wir hatten drei Ausfälle pro Fahrer und nur zwei gingen auf einen Fehler des Fahrers zurück. Aus diesem Grund fielen die Ergebnisse sehr gemischt aus“, lautet das Fazit das Yamaha-Teammanagers.

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