MotoAmerica-Seriensieger Cameron Beaubier spricht über das Thema WSBK und stellt klar, dass er nicht zögern würde, Michael van der Marks Platz zu übernehmen.

Yamaha hat noch nicht verkündet, wer in der WSBK-Saison 2021 den Platz von Michael van der Mark übernehmen wird, der zu BMW abwandert. Mögliche Kandidaten sind Supersport-WM-Dominator Andrea Locatelli und WSBK-Laufsieger Loris Baz. Aber auch der Name Cameron Beaubier fällt, wenn es um den Platz im Werksteam geht.

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In der MotoAmerica dominiert Beaubier die Superbike-Klasse. Der 27-jährige Kalifornier fährt von Sieg zu Sieg und empfiehlt sich damit für Michael van der Marks Nachfolge. Doch andererseits soll Beaubier in der nationalen Meisterschaft gut verdienen, hat einen sicheren Platz und kann Wochenende für Wochenende Rennen gewinnen.

„Ich kann mich glücklich schätzen, das zu haben, was ich hier habe“, bestätigt Beaubier beim MotoAmerica-Podcast ‚Off Track‘. Doch die Superbike-WM reizt den Yamaha-Piloten dennoch: „Wenn ich die Chance bekommen würde, im Werksteam zu fahren, dann würde ich diese Chance auch nutzen. Das wäre unglaublich. Es ist hart, denn es gibt viele gute Fahrer in der Meisterschaft.“

MotoAmerica-Champion schwärmt vom Niveau in der WSBK-WM

„Die Tiefe des Feldes ist unglaublich mit Redding, Rea und Razgatlioglu, der sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt hat. Es gibt so viele gute Fahrer in der Serie“, stellt Beaubier fest. Und er verweist auf Ex-Rivale Garrett Gerloff, der 2020 seine WSBK-Debütsaison bestreitet: „Ich weiß, wie gut Garrett ist. Aber ich weiß auch, warum er zu kämpfen hat. Diese Jungs sind gut, richtig gut.“

„Ich wünsche mir eine gute Gelegenheit. Aber ich will nicht wechseln und mir unsicher sein, wenn ich hier so etwas Gutes habe“, bemerkt Beaubier. „Ich würde gern eine Wildcard absolvieren. Der Kalender erlaubt es in diesem Jahr durch die COVID-Situation nicht, aber es wäre toll, wenn wir das Budget für einen Wildcard-Start auftreiben könnten.“

„Das wäre ein Ziel für die Zukunft. Die laufende Saison ist beinahe gelaufen“, schaut Beaubier in die Zukunft. „Ich würde gern sehen, wie meine Attack-Maschine im direkten Vergleich abschneidet“, bemerkt der Yamaha-Pilot, der mit Ex-Kollege Garrett Gerloff in Kontakt steht.

Cameron Beaubier beobachtet Ex-Rivale Garrett Gerloff

„Es ist witzig. Denn ich fuhr jahrelang gegen diesen Kerl und wollte immer vorne sein. Jetzt drücke ich ihm die Daumen, denn es ist gut für die MotoAmerica und die USA, wenn er sich gut schlägt“, so Beaubier. „Ich freue mich sehr für ihn. Ich weiß, dass er kurz davor ist, den nächsten Schritt zu machen. Er ist nah dran.

Beim Auftakt der WSBK in Barcelona schob sich Gerloff mit seiner Vorjahres-Yamaha in die Top 3 und deutete damit an, dass er immer besser in der Superbike-WM zurechtkommt. In der Fahrerwertung liegt der US-Amerikaner aktuell auf der zwölften Position.

Teruel Round: Rennen 2