Noch ist Johann Zarco als Honda-Pilot keinen Meter gefahren, spricht aber schon von konkreten Platzierungen – MotoGP-Rennen im Fernsehen zu sehen, war für ihn „seltsam“.

Johann Zarco steht unmittelbar vor dem ersten seiner drei MotoGP-Einsätze bei LCR-Honda. Am Freitag wird der Franzose im ersten Freien Training zum Grand Prix von Australien auf Phillip Island erstmals auf die 2018er-Honda von Takaaki Nakagami steigen.

An den Anruf von LCR-Teamchef Lucio Cecchinello erinnert sich Zarco noch genau. „Lucio rief mich an und eröffnete mir die Möglichkeit für ‚Taka‘ zu fahren, weil der sich operieren lässt. Er sagte zu mir, dass es noch die entsprechende Genehmigung braucht, aber dass er es interessant finden würde. Daraufhin habe ich zugesagt.“

„Ich weiß, dass es eine kurzfristige Sache ist. Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil es die beste Möglichkeit ist, um Rennen zu fahren“, sagt der 29-jährige Franzose, dessen KTM-Abenteuer so unrühmlich zu Ende gegangen ist. Seit seinem Abschied von KTM hat er mittlerweile drei Renn-Wochenenden damit verbracht, seine MotoGP-Kollegen von zu Hause aus Rennen fahren zu sehen.

Zarco: „Bin einfach nur happy, wieder zu fahren“

„Daheim vor dem Fernseher zu sitzen, während die anderen Rennen gefahren sind, war ein bisschen seltsam für mich“, gesteht Zarco. Er fügt hinzu: „Deshalb bin ich froh, dass ich nun doch nicht sechs Rennen verpassen werde. Und dass mein MotoGP-Leben doch nicht sofort zu Ende ist. So habe ich jetzt noch drei Rennen vor mir und kann herausfinden, was möglich ist.“

Was nimmt sich Zarco nun für die Rennen auf Phillip Island, in Sepang und in Valencia vor? „Ich will einfach einen Neustart hinlegen. Druck spüre ich keinen und Angst habe ich auch keine. Ich bin einfach nur happy, wieder fahren zu können. Diese Chance will ich ergreifen.“

Und obwohl er die Honda bis dato überhaupt nicht kennt, spricht Zarco schon von konkreten Platzierungen. „Unter normalen Umständen sollte ich mit diesem Bike in die Top 10 fahren können. Ich denke, das ist das Minimum, was ich erreichen kann. Es liegt an mir, clever zu sein, um das Potenzial zu entfalten.“