Nina Ortlieb, Tochter des Abfahrts-Olympiasiegers von Albertville 1992, feiert ihren ersten Weltcupsieg. Am 2. März ist sie bei „Sport und Talk“ zu Gast.

Eine Woche nach ihrem ersten Podestplatz schafft die 23-jährige Vorarlbergerin aus Lech am Arlberg, Nina Ortlieb, sensationell ihren ersten Weltcupsieg beim Super-G in La Thuile. Damit tritt die Absolventin des Skigymnasiums in Stams in die Fußstapfen ihres Vaters Patrick Ortlieb. Wir haben sieben spannende Fakten über Nina Ortlieb zusammengefasst:

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1. Vierfache österreichische Schülermeisterin

Von 2009 bis 2011 gewinnt Nina Ortlieb insgesamt vier österreichische Schülermeistertitel: Im Jahr 2009 im Slalom, Super-G sowie in der Kombination und zwei Jahre später 2011 im Super-G.

2. Debüt im Europacup und ihr großes Idol

Am 16. Jänner 2013 nimmt die Vorarlbergerin, deren großes Idol immer schon Bode Miller gewesen ist, bei der Abfahrt in St. Anton erstmals an einem Europacup-Rennen teil. Als Siebente kann sich die Tochter des Abfahrts-Olympiasiegers von Albertville 1992 und Weltmeisters (1996) gleich unter den Top 10 klassieren. Einen Tag später wird sie in der zweiten EC-Abfahrt 17.

3. Debüt im Weltcup und lange Verletzungsliste

Fast genau ein Jahr später, am 12. Jänner 2014, gibt Nina Ortlieb in der Super-Kombination in Altenmarkt-Zauchensee ihr Debüt im Weltcup. Dort scheidet sie allerdings bereits im Super-G aus. Kurz darauf erleidet sie im Training einen Kreuzbandriss und muss die Saison damit vorzeitig beenden. Wegen diverser Verletzungen – insgesamt vier Knieoperationen, ein Bruch im Becken, ein Schambeinbruch, ein Oberarm-Trümmerbruch, zwei Sprunggelenks-Verletzungen, drei Brüche des Mittelhandknochens, eine Schulterluxation samt Knochentransplantation, eine Rippenfraktur sowie einige Brüche der Nase – erleidet die Vorarlbergerin immer wieder Rückschläge.

4. Junioren-WM und Jugendmeisterin

Als 16-Jährige wurde Nina Ortlieb 2013 vom ÖSV für die alpine Junioren-Ski-WM vom 20. bis 27. Februar in Quebec (Kanada) nominiert. Nach zwei Ausfällen im Slalom und im Super-G erreichte die Vorarlbergerin in der Abfahrt den zwölften Platz. Zum Abschluss der Saison 2013 wurde sie österreichische Jugendmeisterin in der Abfahrt.

5. Erster Podestplatz und erster Sieg im Europacup

Am 18. Dezember 2013 gelingen Nina Ortlieb in St. Moritz die ersten beiden Podest-Platzierungen: Sowohl in der Abfahrt, als auch im Super-G fährt die Vorarlbergerin im Europacup auf den dritten Platz. Knapp zwei Monate später verpasst die damals 18-Jährige ihren ersten Sieg im Europacup nur ganz knapp: Ortlieb muss sich in Davos im Super-G nur um 0,01 Sekunden der Schweizerin Jasmine Flury geschlagen geben. Der erste Europacup-Sieg überhaupt gelingt Nina Ortlieb schließlich im Super-G im Sarntal am 22. Februar 2017. Und das knapp zwei Monate, nachdem sie sich im Training drei Rippen und das Schulterblatt gebrochen hatte.

6. Zweifache Junioren-Weltmeisterin

Am 7. März 2015 startet Österreich mit einem Doppelsieg in die Junioren-Weltmeisterschaften in Hafjell (Norwegen). Im Riesentorlauf der Damen gewinnt Nina Ortlieb die Goldmedaille – 0,17 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Stephanie Brunner und der Kanadierin Valerie Grenier. Ein Jahr später, am 29. Februar 2016 erobert Nina Ortlieb ihren zweiten Junioren-WM-Titel. In Sotschi setzte sie sich im Super-G durch. Die 19-Jährige aus Lech, die für den Skiclub Arlberg startet, gewinnt 0,07 Sekunden vor der Kanadierin Valerie Grenier. In der Abfahrt wurde Ortlieb Siebente, im RTL Fünfte.

7. Erster Podestplatz und erster Sieg im Weltcup

Die Gesamtsiegerin im Europacup aus dem Jahr 2017/2018 landet am 22. Februar 2020 in der Weltcup-Abfahrt in Crans Montana als Dritte erstmals in ihrer Karriere auf dem Podest. Die Vorarlbergerin hatte nur 0,05 Sekunden Rückstand auf Lara Gut-Behrami. Nach der Trainingsbestzeit hat sich Nina Ortlieb für die Abfahrt zu viel Druck gemacht und nach fehlerhafter Fahrt mit großem Rückstand den sechsten Platz geholt. Genau eine Woche später feiert die 23-Jährige im Super-G von La Thuile mit dem Minimalvorsprung für Solosiege ihren ersten Weltcupsieg. Und das genau am „Schalttag“ 29. Februar, an dem sie vier Jahre davor in Sotschi auch Junioren-Weltmeisterin wurde.

Nina Ortlieb zu Gast im Hangar-7 bei „Sport und Talk“

Nina Ortlieb ist am Montag, 2. März, ab 21:15 Uhr (in Deutschland ab 23:10 Uhr) zu Gast bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“. (APA/red.)

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