KTM-Rennchef Pit Beirer und Sieger Brad Binder versuchen bei „Sport & Talk aus dem Hangar-7“ die Emotionen nach dem ersten KTM-Sieg einzuordnen.

KTM-Rennchef Pit Beirer bleibt trotz MotoGP-Premierensieg am Boden, Sieger Brad Binder träumt vom WM-Titel. Anna Veith, Luc Alphand und Tobias Moretti beschreiben die Faszination, an Motorsport-Rennen teilzunehmen. Und Patrick Friesacher erkennt keinen Sinn in einer frühzeitigen Trennung zwischen Sebastian Vettel und Ferrari. Das waren die besten Aussagen der aktuellen Sendung von „Sport & Talk aus dem Hangar-7“:

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MOTOGP: Pit Beirer steigt auf Euphoriebremse

„Es ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass es erst mein drittes Rennen war und ich es gewinne. Es war definitiv ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Aber lieber zu früh als zu spät.“
Brad Binder über seinen Sieg in Brünn, zwei Tage vor seinem 25. Geburtstag.

„Wir haben das Projekt sehr lange vorbereitet und haben drei sehr harte Jahre mit vielen Ups and Downs erlebt. Und das ist ein Bursche, der aus den eigenen Reihen kommt und durch alle Klassen marschiert ist. Ein schöneres Drehbuch könnte man nicht schreiben.“
Pit Beirer versucht seine Emotionen nach dem ersten KTM-Sieg einzuordnen.

„Wir haben das ganze Wochenende gemerkt, dass etwas in der Luft liegt. Wir waren selten so sicher wie am Sonntag. Dann musst du trotzdem einmal die erste Kurve überstehen. Aber der Rennverlauf war traumhaft. Wir haben ja keine Geschenke durch fünf Stürze bekommen, sondern der Reihe nach jede Marke überholt.“
Pit Beirer ist über die Art und Weise erstaunt, wie der Brünn-Sieg zustande kam.

Pit Beirer: "Wo es hingehen kann, hat Brad jetzt gezeigt"

„Meinen ersten Traum habe ich mir schon erfüllt. Aber als Kind träumst du natürlich immer davon, Weltmeister zu werden.“
Brad Binder gibt sich mit Rennsiegen allein nicht zufrieden.

„Es ist unglaublich, dass er so schnell zurückkommt und es überhaupt versucht. Ihn am Donnerstag an der Strecke zu sehen, war für die meisten uns ein Schock. Leider ging es dann doch nicht. Aber er hat immer schon 110 Prozent gegeben.“
Brad Binder über den Comeback-Versuch von Marc Márquez beim zweiten Jerez-Wochenende.

„Soweit ich es mitbekommen habe, muss er den Oberarm gut auskurieren, um mit hundert Prozent zurückzukommen, sonst macht es keinen Sinn. In diesem Jahr wird er die Weltmeisterschaft mit Sicherheit nicht gewinnen.“
Stefan Bradl schreibt Marc Márquez im Titelrennen dieses Jahr ab.

„Wo es hingehen kann, hat Brad jetzt gezeigt. Wir sollten aber nicht von unserem Saisonziel abweichen. Wir kommen von hinten und wenn wir uns aus eigener Kraft in den Top 5 etablieren, haben wir einen Riesenschritt geschafft.“
Pit Beirer steigt trotz Sieg-Premiere auf die Euphoriebremse.

FORMEL 1

„Wenn die Temperaturen höher sind, kommt Red Bull besser zurecht. Und Max ist in den letzten Jahren sehr gereift, fährt sehr klug und kann mit den Reifen besser umgehen.“
Patrick Friesacher sieht im Reifenmanagement den Schlüssel zum Verstappen-Sieg in Silverstone.

„Sich während der Saison zu trennen, macht keinen Sinn. Aber Ferrari ist derzeit im Niemandsland. Da werden, glaube ich, schon ein paar Köpfe rollen.“ 
Patrick Friesacher über die Situation von Sebastian Vettel und dem ganzen Team.

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UMSTEIGER UND AUFSTEIGER

„Was ich am meisten mitgenommen habe, ist, dass man emotionale Gefühle total ausblenden kann. Das ist etwas, was ich auch für meinen Beruf brauchen kann.“
Tobias Moretti über seine Motorrad-Erfahrung beim Africa Race.

„Das Thema Kurvenlage, Geschwindigkeit in der Kurve und Fliehkräfte taugt mir. Gar nicht so sehr der End-Speed, weil Gas geben kann jeder.“
Anna Veith fuhr als Kind Motocross-Rennen.

„Wir hatten nichts geplant, sondern uns einfach Anfang September entschieden, es zu machen. Da haben so viele Emotionen mitgespielt, etwa die Angst vor der Wüste und den Sandstürmen. In Afrika war es ja viel wilder als in Südamerika.“
Luc Alphand krönte sich zum Dakar-Sieger 2006, damals noch auf afrikanischem Boden.

Hirscher und Walkner: Neues Projekt?

„Er ist so mitgewachsen, dass ich ihm schon richtig schwierige Sachen wie Carl’s Dinner am Anfang des Erzberges zutrauen würde. Und mir kommt vor, dass er wie beim Skifahren genau weiß, was er tun muss. Er hat eine super körperliche Fitness, aber manchmal schätzt er die Situation doch noch falsch ein.“
Matthias Walkner über die Offroad-Fähigkeiten von Marcel Hirscher.

Die ganze Sendung zum Nachsehen:

Die Doku über Brad Binder:

Brad Binder – The Unexpected