Beim Rückspiel der Europa League gegen Eintracht Frankfurt am Donnerstag in Salzburg hofft Red Bull Salzburg auf ein schnelles Tor.

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat die Hoffnung vor dem Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Eintracht Frankfurt noch nicht aufgegeben. Den Frankfurtern misslang am Montagabend mit einem 1:2 daheim gegen Union Berlin die Generalprobe. Der er Tabellenelfte der deutschen Bundesliga tritt am Donnerstag (21 Uhr) aber mit einem 4:1-Polster aus dem Hinspiel in Salzburg an.

Das späte Auswärtstor in Frankfurt durch einen Elfmeter von Hwang Hee-chan lässt die Bullen allerdings noch hoffen. „Wir werden nichts unversucht lassen, um nochmals ins Spiel zurückzukommen“, versicherte Salzburg-Trainer Jesse Marsch. „Unser Ziel ist es, von Beginn an Druck zu machen. Und vielleicht gelingt uns ja ein schnelles Tor.“

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Salzburg: Einige Positionen offen

Schießen könnte es Patson Daka. Der 21-Jährige aus Sambia erzielte am Sonntag bei der Wiener Austria (2:2) seine Liga-Saisontore Nummer 15 und 16. „Wir wollen gegen Frankfurt von Beginn an zielstrebig und intensiv nach vorne spielen, um ein rasches Tor zu schießen“, sagte Daka. Hwang und Daka scheinen im Salzburger Angriff gesetzt. Dahinter sind einige Positionen offen.

So könnte Mittelfeld-Stammspieler Enock Mwepu auf die rechte Außenbahn rücken und dort Patrick Farkas als Vertreter des verletzten Rasmus Kristensen ersetzen. Eine Option im Zentrum ist Dominik Szoboszlai. Der Ungar hat aber noch in keinem der vier Pflichtspiele in diesem Jahr durchgespielt. Antoine Bernede steht nach seinem Schienbeinbruch zwar wieder zur Verfügung. Für die Startformation scheint der Franzose aber noch kein Thema.

Die Red Bull Arena ist mit 29.000 Zuschauern seit Wochen ausverkauft. Der Auswärtssektor fasst 1.500 Personen. Es dürften aber mehr als doppelt so viele Frankfurt-Fans mit nach Salzburg reisen. Den ungeliebten Ligatermin am Montagabend hatten die ansonsten stimmgewaltigen Eintracht-Anhänger noch mit einem Stimmungsboykott quittiert.

Frankfurt: Nach Glanzlicht folgte Tiefschlag

Die Vorstellung der Frankfurter gegen Union Berlin passte sich der Atmosphäre an. Trainer Adi Hütter war nach der zweiten Liganiederlage in Folge bedient. Zu sprunghaft wechseln sich die Leistungen seiner Mannschaft ab. „Wir sind nicht so weit, wie ich mir das vorstelle“, sagte der Vorarlberger. „Die Niederlage ist sehr bitter und stört mich sehr.“

Zum wiederholten Mal folgte nach einem Glanzlicht wie im Hinspiel gegen Salzburg ein Tiefschlag gegen einen vermeintlich schlagbaren Ligagegner. Auf einen Europacup-Platz fehlen den Frankfurtern bereits acht Punkte. Gelingt keine Aufholjagd, müsste die Eintracht den Titel in Europa League oder DFB-Pokal gewinnen, um auch im nächsten Jahr international vertreten zu sein.

Im Vorjahr erreichte Hütter mit seinem Team das Europa-League-Halbfinale. Der Durst nach weiteren europäischen Nächten in Frankfurt ist groß. Das Gastspiel in Salzburg scheint wegweisend. „Am Donnerstag ist wieder Europacup-Tag, wir müssen dieses 4:1 über die Runden bringen“, betonte Hütter nach der Heimpleite gegen Aufsteiger Union. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, wird es in Salzburg ganz schwer.“ (APA/red.)