Bevor auf Red Bull Salzburg am Dienstag gegen Liverpool das Spiel des Jahres wartet, treffen die Jungs von Trainer Jesse Marsch in der Bundesliga auf den Aufsteiger.

Ein Pflichtsieg vor dem Saison-Highlight: Red Bull Salzburg hat am Samstag (17.00 Uhr) im Heimspiel gegen Aufsteiger WSG Tirol drei Punkte fix eingeplant. Ein dritter Ausrutscher in Folge nach dem 2:2 gegen St. Pölten und dem 1:1 bei der Admira soll unbedingt vermieden werden, um das Selbstvertrauen vor dem am Dienstag (18.55) folgenden Champions-League-Heimspiel gegen Liverpool weiter zu stärken.

„Nur mit der halben Kraft in die Zweikämpfe zu gehen, kann man sich im Profifußball nicht leisten. Das wäre der falsche Weg. Wir wollen uns am Samstag ein gutes Gefühl für Liverpool holen. Und dann wird am Dienstag das Stadion brennen“, gab der Tormann von Red Bull Salzburg, Cican Stankovic die Marschroute vor. Coach Jesse Marsch konnte endlich wieder einmal eine ganze Woche lang mit seinem Team auf eine Partie hinarbeiten. „Das war gut, vor allem, weil wir auch in den letzten zwei Spielen nicht alle Punkte geholt haben“, erläuterte der US-Amerikaner.

Aus den jüngsten Auftritten gegen extrem defensiv eingestellte Gegner wurden die nötigen Lehren gezogen. „Es war auch ein Fehler von mir, dass ich die Mannschaft nicht so richtig eingestellt habe. Es war eine Lektion für mich. Wir müssen dieses Spiel verstehen und ich denke, mit einem guten Plan und einer guten Aufstellung werden wir auch erfolgreich sein“, rechnete der Red Bull Salzburg-Trainer diesmal mit mehr Punkte-Zuwachs. Alles andere als der 13. Sieg im 17. Saisonspiel wäre eine herbe Enttäuschung. „Wir wollen gegen Tirol eine gute Leistung abrufen und drei Punkte“, betonte Marsch.

Trainer Jesse Marsch: Das zeichnet ihn aus

Salzburg will LASK auf Distanz halten

Das ist auch wichtig, um Verfolger LASK auf Distanz zu halten. Die Linzer lauern zwei Zähler dahinter und sind zeitgleich im Schlager der Runde beim drittplatzierten WAC zu Gast. In Salzburg könnte Erling Haaland einmal mehr in dieser Saison den Unterschied ausmachen. Der Norweger hält nach 20 Pflichtspielen bei 27 Toren, zuletzt bremsten ihn allerdings Knieprobleme, die er endgültig überwunden haben dürfte. „Haaland wird von Beginn an dabei sein, er ist ganz bereit für Samstag“, sagte Marsch. Auch sonst dürften viele Stammspieler zum Einsatz kommen. „Die Rotation wird nicht so groß sein“, kündigte Marsch an.

Wichtig sei vor allem, dass seine Akteure trotz des folgenden Liverpool-Duells mit einem klaren Kopf und der nötigen Mentalität ins Spiel gehen würden. Viele Serien gilt es für den am Tivoli klar mit 5:1 siegreich gebliebenen Tabellenführer dabei zu verteidigen. Salzburg ist in der Liga zu Hause 52 Partien unbesiegt und in dieser Saison gab es noch keine Niederlage auf nationaler Ebene.

Vier Niederlagen in Folge

Im Gegensatz dazu setzte es für WSG Tirol zuletzt bei einem Torverhältnis von 2:16 vier Niederlagen in Folge. Dennoch lebt bei Trainer Thomas Silberberger die Hoffnung auf eine Überraschung. „Wir fahren nicht nach Salzburg, um uns kampflos zu ergeben“, betonte der Coach und kündigte an: „Wir werden sicher nicht hoch stehen, müssen gut und clever verteidigen, Umschaltmomente und Standards nützen. Dass es schwer wird, weiß eh jeder. Wir werden auch das nötige Glück brauchen.“

Auf seine Mannschaft warte „das Maß aller Dinge“ in der österreichischen Bundesliga, deshalb sei höchste Konzentration gefragt. „Wir müssen grobe individuelle Patzer vermeiden“, erklärte Silberberger. (APA/red.)

Die Doku am Montag:

Fußball Marsch! Red Bull Salzburg rockt Europa

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