Nur um Haaresbreite schrammt Matthias Mayer beim Super-G in Kitzbühel am Ex-aequo-Sieg mit Aleksander Aamodt Kilde vorbei: Kjetil Jansrud stößt beide Führenden noch vom Thron.

Kjetil Jansrud hat im ersten Rennen des Hahnenkamm-Wochenendes in Kitzbühel erstmals seit 14 Monaten wieder im alpinen Ski-Weltcup triumphiert. Der 34-jährige Norweger gewann am Freitag den Super-G vor dem Kärntner Matthias Mayer und seinem Landsmann Aleksander Aamodt Kilde, die mit 0,16 Sekunden Rückstand ex-aequo auf Platz zwei landeten. Vincent Kriechmayr wurde Sechster.

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Jansrud feierte seinen 23. Weltcupsieg, den ersten seit dem Super-G in Lake Louise im November 2018 und insgesamt zweiten in Kitzbühel, wo er bereits 2015 einmal die Abfahrt gewonnen hat. Olympiasieger Mayer übernahm die Führung im Super-G-Weltcup von Kriechmayr. Im Gesamt-Weltcup behielt Technik-Spezialist Henrik Kristoffersen die Führung, Kilde ist Zweiter. Es folgen der Franzose Alexis Pinturault und Mayer.

Mayer am Start mit Missgeschick

„Kjetil ist unglaublich gefahren, er hat es recht gut runtergebracht“, gratulierte Mayer, der am Start ein Missgeschick hatte, als er verkantete und beinahe hinfiel. „Es ist ein extrem lässiges Rennen. Der Jubel der Leute war unglaublich, als ich abgeschwungen habe, ich wollte das genießen.“ Auch wenn es mit seinem zweiten Kitz-Sieg nach 2017 nichts wurde, so stand er bereits zum fünften Mal im Super-G auf dem Podest. Damit untermauerte er auch seine Rolle als Mitfavorit für die Abfahrt am Samstag.

Jansrud wusste laut eigener Aussage schon vor seinem Start, dass es einen norwegischen Sieg geben wird. Er hatte mit Kilde nach dessen Bestzeit mitgejubelt. „Ich muss mich entschuldigen, es tut mir ein bisserl leid für Matthias. Er ist so oft auf dem Podest, er verdient es auch“, sagte Jansrud im ersten Interview nach dem Sieg. Über den Erfolg war er natürlich überglücklich, war es in dieser Saison doch noch nicht optimal für ihn gelaufen.