Norwegens Superstar Aksel Lund Svindal analysiert exklusiv bei „Sport und Talk im Hangar-7“ die Lage im Skizirkus. Erster Slalom-Podestplatz bei ÖSV-Herren.

Der erste „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ im neuen Jahr steht ganz im Zeichen des alpinen Skisports. Superstar Aksel Lund Svindal spricht am Montag ab 21:15 Uhr exklusiv bei Gastgeberin Birgit Nössing die Problemfelder im Weltcup an. Für die ÖSV-Herren gab es den ersten Podestplatz im Slalom. Die Damen gastierten am Wochenende in der Heimat: In Zauchensee. Und der Norweger berichtet, was er seit seinem Rücktritt getan hat. 

ÖSV-Techniker: Erster Podestplatz nach Hirscher

Mit seinem ersten Podestplatz in diesem Winter hat sich Marco Schwarz auf Rang acht der Disziplinwertung verbessert. Der Dritte des Adelboden-Slaloms am Sonntag nähert sich der Form vor seinem Kreuzbandriss im Februar 2019, phasenweise habe es sich schon danach angefühlt, erklärte er. „Sicher ist auch vom Risikonehmen noch Luft nach oben“, weiß der Dreifach-Medaillengewinner der Ski-WM in Aare.

Jeden seiner fünf Saisonslaloms hat Schwarz ins Ziel gebracht, der Reihe nach bedeutete das die Ränge 25, 13, 11, 15 und 3. Und der Fokus gilt in nächster Zeit auch voll dem Torlauf. „Es kommen die Klassiker, da muss man parat sein, auf das arbeite ich hin. Schritt für Schritt“, sagte der 24-Jährige. Zugleich stellte er auch den ersten Stockerlplatz für die ÖSV-Slalom-Herren in diesem Winter sicher und nahm etwas Last von den Schultern.

Schwarz: „Gefühl kommt zurück“

Geduldig schlängelte er sich durch die vergangenen Wochen. „Du musst geduldig bleiben. Klar wollte ich am Anfang schon ganz vorne mitfahren, aber das ist halt ein Prozess über mehrere Wochen und Monate. Jetzt bin ich natürlich megahappy mit dem dritten Platz.“ Er habe schon in den vorherigen Rennen gemerkt, dass der Speed besser werde und das Gefühl zurückkomme.

Die Stimmung am Fuße des Chuenisbärgli beim Erfolg für die Schweiz durch Daniel Yule beeindruckte auch Schwarz. „Ich bin im Ziel gestanden und habe Ganslhaut bekommen. Stimmungsmäßig war das eines der coolsten Rennen, bei denen ich dabei war.“ Mitten im Jubel war auch der siebentplatzierte Fabio Gstrein, der sich nach dem besten Karriereergebnis den Top 30 der Startliste nähert. „Ich wusste, dass ich es drauf habe“, packte er zufrieden seine Taschen und will hart weitertrainieren.

Slalom in Adelboden: Feller out, Matt fiel zurück

Manuel Feller schied im zweiten Durchgang aus. „Ich bin bereit für die Rennen. Aber ich weiß selbst auch, okay, für ganz vorne ist es halt momentan schwierig. Da muss halt jeder Schwung passen“, sagte der Tiroler, der einige Rennen wegen eines Bandscheibenvorfalls verpasste. „Ich versuche einfach, mich von Rennen zu Rennen zu verbessern. Für mich ist es auch schwierig, das so zu akzeptieren, wie es momentan ist. Aber ich glaube, wenn man sich nach jedem Lauf irgendwie nur selbst niedermacht, bringt das auch nichts. Man muss versuchen, nach vorne zu blicken.“

Etwas anderes bleibt auch Michael Matt nicht übrig, der nach Halbzeitrang zehn auf 24 zurückfiel. Zuvor war er in Zagreb und Madonna zweimal punktelos geblieben. Marc Digruber (21.) hatte sogar drei Nullnummern in Folge zu verkraften. „Es war nicht einfach, ohne Selbstvertrauen auf so einem Berg runterzufahren. Wenn die Sicherheit wieder dazukommt, kann ich gescheit Gas geben. Ich bin wieder auf einem guten Weg. Jetzt kommen meine Rennen“, blickte er optimistisch nach vor.

Vor dem Klassiker am Sonntag in Wengen bietet sich den Österreichern am Mittwoch die Gelegenheit, auf dem Ganslernhang in Kitzbühel zu trainieren und zumindest die Wellen dort kennenzulernen. Die Balkenpräparierung wurde noch nicht vorgenommen.

Ski-Talk mit Svindal, Herbst, Kröll und Görgl

In der großen Talk-Runde bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ mit Reinfried Herbst, Klaus Kröll und Lizz Görgl erklärt Svindal außerdem, wie man einen Pensionsschock abwendet: Die Erfüllung oder das berühmte schwarze Loch? Wie geht es den ehemaligen Ski-Helden in ihrem neuen Lebensabschnitt? (APA/red.)

Alles zu Sport und Talk