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Unrat auf der Strecke: Aleix nimmt Fahrer-Kollegen in die Pflicht

29. Juli

Foto: Motorsport Images

Es sind Szenen, die in Erinnerung bleiben, aber auch Gefahren in sich bergen: Wenn Piloten während des Rennens Dinge "entsorgen", kann das böse ausgehen, warnt Aleix Espargaro.

Immer wieder kommt es vor, dass während eines MotoGP-Rennens Dinge auf der Strecke landen, die dort eigentlich nicht hingehören. Jüngstes Beispiel: Anfang Juni beim Katalonien-Grand-Prix entledigte sich Fabio Quartararo seines Brustprotektors, nachdem der Reißverschluss seiner Lederkombi während des Rennens aufgegangen war.

Weiteres Beispiel: Vor zwei Jahren beim Katar-Grand-Prix wurde Jack Miller dabei beobachtet, wie er während des Rennens den Sitz seiner Pramac-Ducati auf die Strecke warf, nachdem selbiger sich gelöst hatte. Eine Aktion, für die sich der Australier damals unter anderem von Aleix Espargaro Kritik anhören musste.

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Espargaro kein Fan von Wegwerf-Aktionen

Und auch jetzt, nach der Aktion von Quartararo in Barcelona, meldet sich der ältere der beiden Espargaro-Brüder zu Wort. "Grundsätzlich ist es natürlich sehr gefährlich, wenn etwas auf die Strecke geworfen wird", unterstreicht der Spanier. Andererseits bringt er aber auch ein Stück weit Verständnis für derlei Vorgehen auf.

"Ich kann die Fahrer in diesen Momenten verstehen. Sie sind voller Adrenalin und denken nicht groß darüber nach, was aus so einer Situation entstehen kann", sagt Espargaro in Bezug auf die Zwischenfälle in Barcelona 2021 als auch in Losail 2019. Denn auf jene beiden Situationen wurde er zuvor angesprochen.

"Ich würde aber mal davon ausgehen, dass sich diese zwei Beispiele in den nächsten zehn Jahren nicht wiederholen werden. Einfach weil beide so außergewöhnlich waren", meint Espargaro. Und er bezweifelt, ob ein im Reglement verankertes Verbot für das Wegwerfen von Gegenständen während eines Rennens etwas bringen würde. "Wir können uns zwar in der Sicherheitskommission mit diesem Thema befassen. Aber ich fürchte, dass es keine einfache Lösung dafür geben wird."

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Kuriosum wird Miller zum Verhängnis

Ein anderes Beispiel aus jüngerer MotoGP-Vergangenheit, bei dem zwar kein Pilot Schaden genommen hat, das aber doch Auswirkungen hatte, betraf ausgerechnet Quartararo und Miller. Beim Grand Prix der Emilia-Romagna 2020 in Misano riss sich Quartararo ein Abreißvisier vom Helm und warf es auf die Strecke. Von dort landete es ausgerechnet im Lufteinlass von Millers Pramac-Ducati, worauf der Australier das Rennen mit überhitztem Motor aufgeben musste.

Besagtes Abreißvisier wurde anschließend für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös in Höhe von knapp 6.000 US-Dollar kam der Organisation "Two Wheels for Life" zu Gute, die sich in Afrika per Motorrad-Transport um die Versorgung von kranken Menschen mit Hilfsgütern kümmert. So hatte Quartararos Wegwerf-Aktion in Misano - abgesehen von Millers Ausfall - letztlich doch noch etwas Gutes an sich...

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