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Sport und Talk aus dem Hangar-7

Alexis Pinturault: „Habe von Marcel Hirscher viel gelernt“

23. März 2021
PW – 12 – Sport und Talk aus dem Hangar-7_25

Foto: (C) ServusTV/Leo Neumayr

Bei Sport & Talk spricht Hannes Reichelt über sein Karriereende. Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz und Alexis Pinturault über eine außergewöhnliche Skisaison, Stefan Bradl über kurzfristige MotoGP-Einsätze und Stefano Domenicali über die bevorstehende Formel 1-Saison.

Der Super-G-Weltmeister von 2015 geht mit einem guten Gefühl in die Ski-Pension. Alexis Pinturault könnte wiederum mehr in die Abfahrt investieren. Marco Schwarz und Vincent Kriechmayr setzen sich für eine gerechtere Verteilung der Rennen ein. Stefano Domenicali hofft, das F1-Programm planmäßig durchziehen zu können. Und Stefan Bradl ersetzt Marc Márquez beim MotoGP-Auftakt in Katar. Das waren die wichtigsten Aussegen von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“:

Hannes Reichelt - Seine Karriere

„Es fühlt sich sehr gut an. Bis jetzt trauere ich noch gar nichts nach.“
Hannes Reichelt über seinen Rücktritt.

„Für mich war es wichtig, dass es menschlich passt. So bin ich auch von meinen Eltern erzogen worden. Das hat mich vielleicht sogar gehemmt.“
Hannes Reichelt vermutet, dass ihn mehr Egoismus schneller gemacht hätte.

„Ich habe mit dem WM-Titel und der Kugel viel erreicht. Ich bewundere andere Läufer, die nicht so viel gewonnen haben und sich immer neu motivieren und das letzte Risiko gehen. Olympia hat einen riesen Stellenwert, aber mir fehlt nichts. Das Wichtigste ist, gesund aus der Sache herausgekommen zu sein.“
Hannes Reichelt trauert der Olympia-Medaille nicht nach.

„Der Sport hat mir gar nichts genommen. Ich habe mehr bekommen als zu erwarten war.“
Hannes Reichelt ist mit seiner Laufbahn durchwegs zufrieden.

„Es ist fast ein bisschen ein Trauma. Wenn es um halb sieben an der Haustür läutet, denke ich daran. Aber meine Art hat mir geholfen, dass es nicht an mir picken bleibt. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wer hinter mir steht und wer nicht.“
Hannes Reichelt über die Dopingvorwürfe 2019.

Alexis Pinturault - Der Gesamtweltcupsieger

„Ich war im Kampf um den Gesamtweltcup sehr oft am Podest, habe früh mit Super-G, Riesentorlauf und Slalom begonnen und auch Erfolg gehabt. Aber da waren diese Jahre mit Marcel Hirscher. Von ihm habe ich viel gelernt.“
Alexis Pinturault hatte lange Jahre fast übermächtige Konkurrenz im Ringen um großes Kristall.

„Ich bin überzeugt, dass er die Techniken für alle Disziplinen beherrscht und es wäre mein Endziel, dass er auch noch eine Abfahrt gewinnt.“
Robert Trenkwalder sieht in Alexis Pinturault den perfekten Allrounder.

Ski alpin - Das Saisonfazit

„Es war zwar kein vorrangiges Ziel, aber natürlich ist es schön, auch im Gesamtweltcup mit nur zwei Disziplinen am Podest zu stehen.“
Marco Schwarz setzte sich im letzten Saisonrennen auf Platz drei im Gesamtweltcup.

„Für einen Aktiven hat der Nationencup gar keinen Stellenwert. Ich habe die ersten drei, vier Jahre gar nicht gewusst, dass es einen Nationencup überhaupt gibt. So wurscht war mir der.“
Hans Knauss über die Bedeutung der Nationenwertung.

„Natürlich freut man sich, wenn alle ÖSV-Läufer stark fahren, aber im Endeffekt fährt man für sich selbst und schaut auf sich. Daher ist der Nationencup nebensächlich, obwohl es schon schön wäre, wenn wir da wieder um den Sieg mitfahren könnten.“
Marco Schwarz stellt den Nationencup hinten an.

„Wir werden den Peter in dieser Position schon sehr vermissen. Er hat Herausragendes geleistet. Die Leidenschaft, die er vor allem für die Athleten und den Skisport gehabt hat, ist einzigartig.“
Vincent Kriechmayr über den scheidenden ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

„Die Aufteilung der Rennen finde ich sehr ungerecht. Das gehört auf jeden Fall geändert, alle Athleten sind dafür. Warum sollen die Speedfahrer nicht die Chance haben, 20-mal heunterzufahren, sondern nur 13-mal? Leider ist hier viel Politik im Hintergrund.“
Vincent Kriechmayr wünscht sich mehr Speedrennen im Weltcup.

„Slalom und Riesentorlauf haben nicht so viel gemeinsam wie Super-G und Abfahrt. Das Starterfeld bei den Speedrennen ist zu 90 Prozent das gleiche. Bei Slalom und Riesentorlauf gibt es viele Spezialisten. Trotzdem ist die Verteilung nicht ganz fair.“
Marco Schwarz stimmt seinem Teamkollegen nur bedingt bei.

„Wir haben kein Problem damit, ans Limit zu gehen und Verletzungen zu riskieren. Der Rausch ist ja das Interessante. Die maximale Sicherheit von außen muss aber gegeben sein: Streckensicherheit, Netze, die Versorgung am Hang. Wenn ich mir weh tue, möchte ich so schnell wie möglich im Krankenhaus liegen.“
Vincent Kriechmayr fordert höhere Sicherheitsstandards von der FIS.

Stefano Domenicali über die bevorstehende Formel 1-Saison

„Wir müssen schauen, dass wir diese Saison überhaupt durchziehen können. Während einer Pandemie gibt es keine Sicherheiten. Auch für uns ist es nicht selbstverständlich, Rennen abhalten zu können.“
Stefano Domenicali hofft auf ein komplettes, 23 Rennen umfassendes WM-Programm.

„Fans an der Strecke ist unsere große Hoffnung. Wir müssen aber natürlich sicherstellen, dass die Fahrer geschützt werden, dass innerhalb der Teams gut getestet wird, dass wir einfach unserem Geschäft nachgehen können.“
Stefano Domenicali über die Prioritäten in dieser Saison.

„Wir haben gesehen, dass Red Bull wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Wir hoffen, dass das Fahrerfeld in diesem Jahr dicht beisammen bleibt, damit es zu einem harten Kampf um die Weltmeisterschaft kommt.“
Stefano Domenicali wünscht sich eine enge WM-Entscheidung.

MotoGP mit Stefan Bradl

„Die Oberarmverletzung von Marc Márquez ist immer noch nicht ganz ausgeheilt. Am Sonntag ist entschieden worden, dass er die ersten zwei Rennen in Katar noch pausieren muss und ich ihn ersetzen darf.“
Stefan Bradl ist beim Auftakt-Double-Header für den achtmaligen Weltmeister im Einsatz.

„Alle Hersteller haben ein brutal hohes Niveau. Jeder weiß, wie er mit den Reifen umgehen soll, inzwischen hat jeder damit sehr viel Erfahrung. Von 2020 auf 2021 gab es Corona-bedingt ja wenig Entwicklungsstoff, den die Hersteller machen durften.“
Stefan Bradl glaubt, dass die Teams die Reifen heuer besser im Griff haben.

„KTM hat einen Riesenschritt gemacht und wird sicher dort anknüpfen wollen. Aber es wird nicht einfacher. Die Gesamtwertung ist der nächste Schritt, nachdem sie letztes Jahr durch Brad Binder und Miguel Oliveira Rennen gewonnen haben. Um Konstanz hineinzubringen, will man diese Leute permanent vorne sehen.“
Stefan Bradl über die Ausgangslage von KTM.

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