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Andrea Dovizioso: Das ärgerte ihn an Ducati

26. Nov.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Andrea Dovizioso findet nicht alles aus der Ducati-Zeit schlecht. Dennoch gibt es Dinge, die ihm sauer aufstoßen.

Drei Vize-Titel, 14 MotoGP-Laufsiege und sechs Pole-Positions: Andrea Dovizioso erreichte in seiner Zeit bei Ducati zahlreiche Erfolge. Seine finale MotoGP-Saison in Rot schloss "Dovi" trotz massiver Probleme als WM-Vierter ab. Von einem versöhnlichen Abschied zu sprechen, wäre wohl dennoch übertrieben. Zwischen Dovizioso und Ducati entstanden in den vergangenen Jahren Spannungen, die nicht zu überwinden waren.

Da Dovizioso keine Alternative zu Ducati hatte, verlässt er die MotoGP-Bühne vorläufig und strebt ein Comeback in der Saison 2022 an. Doch dann wäre der Italiener bereits 36 Jahre alt. Beim MotoGP-Saisonfinale in Portimao sprach Dovizioso über seine Zeit bei Ducati und seine MotoGP-Karriere.

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Mit seinen Leistungen bei Ducati ist Dovizioso sehr zufrieden. Entsprechend positiv fällt das Fazit der achtjährigen Ehe mit dem Hersteller aus Bologna aus: „Sehr, sehr positiv. Der Startpunkt bestimmt, wie froh man über etwas Erreichtes sein kann. Das haben alle vergessen."

Mut und Geduld gefragt: Dovizioso leistet bei Ducati Aufbauarbeit

Als Dovizioso in der Saison 2013 von Tech-3-Yamaha zu Ducati kam, um Nachfolger von Valentino Rossi zu werden, galt ein Wechsel zu Ducati als potenzieller Karriere-Killer. Doch Dovizioso hatte den Mut und die Geduld, Ducati zusammen mit Luigi Dall'Igna wieder an die Spitze zu bringen.

„Es ist schwierig, sich an die Situation vor acht und vor sieben Jahren zu erinnern. Doch ich kann mich sehr gut daran erinnern. Deshalb kann ich sagen, dass ich sehr froh bin", bewertet Dovizioso seine Zeit als Ducati-Pilot.

Nicht genug Anerkennung von Ducati für die Erfolge

„Wir konnten den Titel nicht gewinnen, hatten aber die perfekte Gelegenheit dazu. Ich bin glücklicher als einige andere Leute bei Ducati. Das ist etwas, was mich enttäuscht, denn wir feierten die drei besonderen Jahre, die wir hatten, nicht und sahen sie als normal an", ärgert sich der MotoGP-Routinier.

"Das ist etwas, über das ich nicht froh bin. Ich bin enttäuscht. Die Enttäuschung beeinflusste die Entscheidung", schildert "Dovi" und stellt klar: „Deshalb befinden wir uns in dieser Situation."

Duelle mit Marc Marquez bleiben in Erinnerung

Was war rückblickend Doviziosos bester Moment in den vergangenen acht Jahren mit Ducati? „Es ist schwierig, einen Moment auszuwählen", grübelt der Italiener. „Es gab glücklicherweise mehr als ein Rennen, das wir in der letzten Kurve für uns entscheiden konnten. Diese Siege waren toll und sehr wichtig."

„Die letzte große Emotion, an die ich mich erinnern kann, war vor einem Jahr in Österreich", blickt er auf den Sieg über Marc Marquez zurück. „Es war wichtig für uns, weil wir zu kämpfen hatten und alle von uns auf dieser Strecke einen Sieg erwarteten. Aber wir waren vor dem Rennen nicht die Schnellsten, weil Marc schneller war. Doch schlussendlich trafen wir die richtigen Entscheidungen und ich konnte bis zur letzten Kurve kämpfen."

„Wenn man in der letzten Kurve den Sieg holt, dann hat man Adrenalin wie verrückt. Wir können uns sehr glücklich schätzen, so etwas zu fühlen. Es war eine große Emotion. Es war richtig toll, dann nach der ersten Kurve auf meine Freunde zu treffen, die auf der Strecke warteten", erinnert sich Dovizioso an den Sieg beim Österreich-Grand-Prix in der Saison 2019.

Dovizioso sieht sich und Ducati nicht als Verlierer an

Bereut er etwas? „Jeder kann irgendetwas besser machen. Es ist unmöglich, alles perfekt zu machen", ist Dovizioso überzeugt. Und was ist, wenn er 2022 nicht zurückkommen kann? Wie beurteilt er seine Karriere im Allgemeinen?

„Ich wäre zufrieden mit dem, was ich in meiner Karriere erreicht habe, besonders mit dem, was ich in den vergangenen drei Jahren mit Ducati erreicht habe. Wir konnten nicht den Titel holen, was unser Ziel war. Doch wenn ich an diese drei Jahre denke, dann habe ich nicht das Gefühl, dass wir die Verlierer waren", stellt der langjährige Ducati-Pilot klar.

„Wir kamen von weit hinten und was wir in den drei Jahren erreichten, war etwas Besonderes. Wir kämpften gegen Marc und Honda. Es war sehr schwierig, sie zu besiegen", unterstreicht Dovizioso und stellt fest: „Ich machte in diesen drei Jahren einen wichtigen Schritt in meiner Karriere."

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