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Nach MotoGP-Comeback: So lautet Doviziosos Fazit

21. Sept.
MotoGP-Rückkehrer Andrea Dovizioso muss sich erst noch auf die Yamaha M1 einstellen.

Foto: Motorsport Images

In Misano waren zuletzt alle Augen auf Andrea Dovizioso gerichtet. Und obwohl er nur Letzter wurde, ist der MotoGP-Rückkehrer mit seinem ersten Rennen zufrieden.

Sein erstes Rennen für Petronas-Yamaha beendete Andrea Dovizioso an 21. und letzter Stelle. Auf Misano-Sieger Francesco Bagnaia (Ducati) betrug sein Rückstand am Ende 42 Sekunden. Doch der Italiener betrachtet die jetzigen Renn-Wochenenden als Test, um sich auf die Saison 2022 vorzubereiten.

"Wir haben an diesem Wochenende viele Informationen gesammelt. Das hat sehr gut funktioniert", findet Dovizioso. "Das Rennen war gut, um zu lernen und Feedback zu sammeln. Vor dem Rennen hatte ich nicht den Speed, um an der Top-Gruppe dranzubleiben. Aber im Rennen konnte ich dann den Anschluss halten."

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"Konnte im Rennen den Anschluss halten"

"Ich war viel schneller als im Training und bin meine beste Zeit zwei Runden vor Schluss gefahren", so "Dovi" weiter. "Im Training hatte ich in der Bremsphase viel Mühe, aber im Rennen klappte das wesentlich besser. Wir müssen verstehen, warum das so war - und was wir dagegen tun können."

"Das Gefühl für das Motorrad hat sich im Laufe des Rennens geändert, weil ich viel probiert habe. In einigen Bereichen hatte ich ein gutes Gefühl. Jetzt muss ich alles zusammenführen und dem Team alles so gut wie möglich erklären, damit sie mir helfen können."

Ganz korrekt sind seine Aussagen bei genauerer Betrachtung jedoch nicht. Doviziosos schnellste Rennrunde im 19. von 27 Umläufen betrug 1:33.493 Minuten. Im Qualifying hatte er sich mit 1:33.098 Minuten für den letzten Startplatz qualifiziert. Zum Vergleich: Die schnellste Rennrunde von Enea Bastianini wurde mit 1:32.242 Minuten gestoppt.

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Ex-Ducati-Star muss sich umstellen

Die Yamaha M1 verlangt einen ganz anderen Fahrstil, als es Dovizioso mit der Ducati gewöhnt war. Ihm ist klar, dass er sich deutlich umstellen muss. "Das Motorrad ist speziell und hat viele gute Aspekte", sagt der Italiener.

"Ich muss am Scheitelpunkt und am Kurvenausgang arbeiten, damit ich das Potenzial des Bikes besser nutzen kann. Man muss sehr tief in die Kurve hineinbremsen und sehr viel Speed mit reinnehmen. Aber nur so kann man das Potenzial nutzen, denn genau das verlangt das Motorrad."

"Das ist insofern besonders, weil man vielleicht nur mit der Suzuki so fahren muss. Ich habe viel Feedback gesammelt, kann aber noch nicht wirklich sagen, warum viele Dinge passiert sind. Im Rennen hatte ich oft ein sehr gutes Gefühl, konnte das Potenzial aber noch nicht nutzen."

Dovizioso ist Probleme gewöhnt

Auch in seiner achten und letzten Ducati-Saison hatte Dovizioso mit so manchem Problem zu kämpfen. So führte Michelin für 2020 einen neuen Hinterreifen mit einer anderen Karkasse ein. Die Folge: Die komplette Saison über konnte sich "Dovi" nicht darauf einstellen.

"Vor diesem Wochenende hatte ich Fragezeichen bezüglich der Karkasse des Hinterreifens, und das ist immer noch so. Denn so wie man damit bremsen muss, ist das irgendwie komisch. Und auch, dass sich das Motorrad im letzten Teil des Rennens verbessert hat, ist seltsam."

Insgesamt zieht er aber ein positives Fazit: "Dass ich nach zehn Monaten Pause ein konstantes Rennen gefahren bin und am Ende schneller wurde, stimmt mich zuversichtlich. Das war eine gute Vorbereitung für den Test am Dienstag und Mittwoch."

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