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Aprilia im WM-Kampf? “2022 noch zu früh, warum nicht 2023?”

8. Sept.

Foto: Motorsport Images

Motorsport-Chef Massimo Rivola spricht über die Ziele mit Maverick Vinales. 2022 ist Aprilia für den WM-Kampf noch nicht bereit, aber langfristig will man gewinnen.

In den vergangenen zehn Tagen beherrschte Aprilia die Schlagzeilen. Aleix Espargaro eroberte in Silverstone mit Platz drei das erste Podium in der Königsklasse seit dem Jahr 2000. Anschließend testete Maverick Vinales zwei Tage lang in Misano. Bereits am kommenden Wochenende wird er beim Grand Prix im MotorLand Aragon mit der RS-GP am Start stehen.

Vorbei sind die Zeiten, als Aprilia das schwächste Team im MotoGP-Feld war. Massimo Rivola, der Anfang 2019 die Leitung des Rennteams übernommen hat, hat im Hintergrund die richtigen Schritte gesetzt und den technischen und sportlichen Aufschwung eingeleitet.

Mit Vinales hat Aprilia einen Grand-Prix-Sieger verpflichtet. Nach den beiden Testtagen war von guter Stimmung und viel Potenzial die Rede. Rivola weiß, dass Vinales ein "sensibler" Fahrer ist. Der Italiener glaubt, dass ihm Aprilia das richtige Umfeld bieten kann.

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Aprilia: Vinales-Debüt mit Spannung erwartet

"Wenn Vinales schon nach einem Testtag seine Leidenschaft wiedergefunden hat, dann war sie nicht so versteckt", meint Rivola. "Ich verstehe seine Worte bezüglich Leidenschaft und dass er wieder Spaß haben möchte."

Tests sind eine Sache, Rennwochenenden eine andere. Espargaro hat die Latte hoch gelegt. Mit Spannung wird erwartet, wie konkurrenzfähig Vinales mit der RS-GP sein wird. Sollte es wegen Corona keine Änderungen im Kalender geben, dann wird er in diesem Jahr noch sechs Rennen bestreiten.

"Unser Ziel lautet", sagt Rivola über die kommenden Wochen, "die Saison 2022 so gut wie möglich vorzubereiten. Sein Ziel lautet, so schnell wie möglich zu sein. Er muss uns nichts beweisen, sondern er muss Zeit investieren und Kilometer abspulen."

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Rivola: "Natürlich träumt man von einem Sieg"

Von konkreten Ergebnissen spricht der Motorsport-Chef nicht. Klar ist, dass nach dem ersten Podium weitere Podestplätze und der erste Sieg das nächste Ziel sein müssen. In der Königsklasse hat Aprilia noch nie gewonnen. In der 500er-Klasse wurden fünf Podestplätze erobert.

"Zunächst ist für mich die Entwicklung des Teams wichtig", hält Rivola fest. "Natürlich träumt man von einem Sieg, aber das muss Teil der Evolution des Teams sein. Wir haben uns nicht zufällig nach einem Topfahrer umgesehen. Das wird auch Aleix, der es sehr gut macht, anspornen."

Rivolas Vision ist langfristig. Bisher hat Aprilia die Startplätze des Gresini-Teams genutzt. Ab 2022 gilt man offiziell als Werksteam mit eigenen Startplätzen. Diesen Plan konnte Rivola umsetzen. Die Idee für ein Satellitenteam ließ sich nicht verwirklichen.

Langfristig soll Aprilia Rennen gewinnen und um den WM-Titel kämpfen. "Warum nicht 2023?", meint Rivola. "Für 2022 wäre das noch zu früh, weil wir konstant auf den wichtigen Positionen sein müssen. Dass Aleix in Silverstone am Ende Miller besiegt hat, war großartig. Das Podium war sehr schön und wohlverdient."

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