Arnautovic entschuldigt sich für Entgleisung: Keine UEFA-Untersuchung

14. Juni

Foto: GEPA pictures/ Christian Walgram

Marko Arnautovic sorgte beim Match gegen Nordmazedonien mit seinem extravaganten Torjubel für Aufsehen. Am Montag folgt die Entschuldigung.

Der österreichische Fußball-Nationalspieler Marko Arnautovic hat sich für seine Entgleisungen beim 3:1-Auftaktsieg gegen EM-Neuling Nordmazedonien entschuldigt. "Es gab gestern einige hitzige Worte in den Emotionen des Spiels, für die ich mich entschuldigen möchte", schrieb Arnautovic am Montag in einer Instagram-Story. "Ich bin kein Rassist!"

ÖFB-Kapitän David Alaba hatte Arnautovic nach dessen Treffer zum 3:1 (89.) beim Torjubel heftig am Kinn gepackt und wollte seinen aufgebrachten Teamkollegen zur Ruhe bringen. Zuvor soll Arnautovic gegen seinen Gegenspieler Ezgjan Alioski gepöbelt und einen diffamierenden Begriff für Albaner benutzt haben.

Fußball: Aktuelle Videos
+ mehr Fußball

Arnautovic mit Entschuldigung:

"Ganz besonders bei meinen Freunden aus Nordmazedonien und Albanien" wolle er sich entschuldigen, führte Arnautovic aus. "Ich habe Freunde in fast jedem Land und ich stehe für Vielfalt. Jeder, der mich kennt, weiß das."

Die Europäische Fußball-Union startete jedoch "keine Untersuchungen zu den gestrigen Spielen", wie ein UEFA-Sprecher auf SID-Anfrage sagte. Der nordmazedonische Fußballverband FFM forderte am Montagabend auf Facebook derweil die "härteste Strafe" für Arnautovic und erklärte, ein offizielles Schreiben an die UEFA gerichtet zu haben.

Zum Abschluss richtete der ÖFB-Star die Worte "Më falni", was "Entschuldigung" auf albanisch bedeutet, an seine Follower. Alioski ist albanischer Abstammung, Arnautovic hat serbische Wurzeln. Beide Nationen stehen seit Jahrzehnten im Konflikt.

Rückendeckung von Schöttel

Rückendeckung für den Teamspieler Arnautovic gab es von ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. "Trashtalk gehört zum Fußball. Vor 30, 40 Jahren hat mir mein Gegenspieler zeitweise auch nichts Schönes gesagt und ich ihm auch nicht", meinte der Wiener. "Das Wichtigste ist, Marko hat klargestellt, dass er mit Politik gar nichts am Hut hat. Das Zweite ist, dass es nach dem Spiel ausgeräumt wurde. Sie sind nachher länger beieinandergestanden und haben alles besprochen. Das Thema ist ausgeräumt, es geht weiter", erklärte Schöttel. (SID/APA/red.)

Empfohlene Videos