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Arnautovic: „Wenn du kein Tor machst, dann ist Deadline für dich”

10. Nov.
Marko Arnautovic; ÖFB-Team

Foto: (C) GEPA pictures/ Philipp Brem

Marko Arnautovic kann der Teamchef-Diskussion nichts abgewinnen. Selbst kämpft er noch mit der Verletzung, die er vor der EM erlitten hat.

Marko Arnautovic hat gereizt auf Fragen über die Zukunft von Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda reagiert. Der Trainer steht vor den beiden abschließenden Spielen der enttäuschenden WM-Qualifikation unter Druck. Sollten die Partien am Freitag gegen Israel und am Montag gegen Moldawien in Klagenfurt nicht gewonnen werden, könnte der neue ÖFB-Präsident Gerhard Milletich Handlungsbedarf bekommen. Arnautovic sieht diesen offenbar nicht.

Laut Österreichs Stürmerstar seien die Partien dazu da, „wieder Selbstvertrauen zu bekommen und wieder eine Mannschaft zu werden alle zusammen. Da ist es sinnlos, dass ich jetzt über den Trainer reden muss, über seine letzte Chance oder eine Deadline." Möglicherweise gebe es auch für ihn selbst ein Ultimatum. „Vielleicht kommt unser neuer Präsident zu mir und sagt: 'Hör zu, Marko, wenn du die nächsten zwei Spiele kein Tor machst, dann ist Deadline für dich.' Das kann auch sein."

Arnautovic in Top 3 der ÖFB-Einsatzstatistik

Dabei weiß Arnautovic um seine Bedeutung für das Team. Mit seinem 95. Länderspiel wird er gegen Israel zur Nummer drei im ewigen ÖFB-Einsatzranking. Mehr Tore als seine 29 haben für Österreich bisher nur Toni Polster (44) und Hans Krankl (34) erzielt. Polster habe ihm zwar bereits gewünscht, dass er seinen Torrekord erreiche. „Ich glaube aber, dass er sich mehr damit beschäftigt als ich."

Arnautovic hatte die beiden vergangenen Länderspiele im Oktober wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel verpasst. Diese plagen ihn laut eigenen Angaben seit einem vor der EM im Juni nicht vollständig ausgeheilten Muskelfaserriss. „Ich kann vom Körperlichen nicht sagen, dass ich bei 100 Prozent bin. Ich spüre den Schmerz bei jedem Spiel." Er sei nicht davon ausgegangen, dass die Verletzung so schlimm sei, wollte bei der EM aber unbedingt dabei sein. „Ich hatte jede Minute, jedes Training, jedes Spiel diese Schmerzen. Aber es wird besser." Er mache sehr viel Therapie, um den Muskel im Bereich der Narbe zu stärken.

Tristesse im Klagenfurter Wörthersee Stadion „kratzt" Arnautovic nicht

Bei seinem neuen Club Bologna war von der Blessur zuletzt wenig zu sehen. Nach sechs Toren in zwölf Pflichtspielen, darunter je eines bei den beiden vergangenen Ligasiegen, wird der 32-Jährige bei den "Rossoblu" bereits gefeiert. „Ich bin nicht der, der sich selbst hochhebt oder runtermacht", sagte Arnautovic. Es laufe seit seinem Wechsel aus China nach Italien gut. „In meiner Karriere war es aber nie genug, es geht immer besser."

Das trifft in hohem Maß auch auf das ÖFB-Team zu. Arnautovic hat nur drei der acht WM-Quali-Spiele in diesem Jahr mitgemacht. „Wir können zurückschauen und draufhauen, aber das tue ich nicht", betonte der Wiener. Man habe immer noch die Chance, aufgrund des Nations League-Tickets über das Playoff „reinzurutschen bei der WM". Das Klagenfurt-Doppel sieht er denn auch als „Tests" für die entscheidenden K.o.-Spiele im März.

„Es ist nicht so, dass wir ins Stadion gehen und sagen, man kann eh nichts mehr machen", versicherte Arnautovic. „Wir haben schon ein Ziel. Wir müssen die zwei Spiele gewinnen, damit wir in Topf 2 bleiben für die EM-Qualifikation. Es sind natürlich Faktoren." Dass im fast leeren Wörthersee-Stadion eine eher triste Kulisse wartet, ändert für den ÖFB-Star wenig. „Mit Fans ist es natürlich schöner. Aber ich freue mich, auch wenn es die Leute nicht glauben können, sehr riesig auf die zwei Spiele."

Der Mittelstürmer will dem zuletzt strauchelnden ÖFB-Team mit seiner Präsenz auf dem Platz helfen. „Es zählt nicht nur Arnautovic, es zählt die Mannschaft. Wenn die zusammenarbeitet, bin ich auch sicher, dass wir diese beiden Spiele für uns entscheiden. Wenn wir nicht zusammen harmonieren, wird es natürlich schwierig." Beim 2:5 im September in Israel habe er „keinen Spaß" gehabt. „Jetzt kommen die zu uns. Wir gehen mit Respekt rein, aber mit 100 Prozent." (APA/Red.)

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