MotoGP World Championship

Alex Marquez scherzhaft über Marc: “Er ist ein Bastard!”

20. Apr.
Marc und Alex Marquez pflegen ein sehr enges, brüderliches Verhältnis

Foto: Repsol

Alex Marquez erlebte das Comeback von Bruder Marc hautnah mit - dass der einstige MotoGP-Dominator wieder zurück ist, sei für alle gut, findet er.

"Ich bin nicht glücklich. Er ist ein Bastard, hat mich gleich im ersten Rennen besiegt", lacht Alex Marquez nach dem Portugal-Grand-Prix. "Ich bin das ganze Rennen hinter ihm gefahren und habe mir gedacht: Fuck! Ich habe attackiert, attackiert und attackiert."

Alex konnte das Comeback von Marc hautnah verfolgen. Fast das ganze Portimao-Rennen über sah er seinen älteren Bruder wenige Sekunden vor sich fahren. Und Alex versuchte alles, um Marc einzuholen - ohne Erfolg.

Marc kam in Portugal am Ende als Siebter ins Ziel, Alex folgte vier Sekunden dahinter als Achter. "Zehn Runden vor Renn-Ende ist er wieder schnellere Zeiten gefahren und hat auch gepusht. Also war klar, dass ich es nicht schaffe", seufzt Alex Marquez.

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Alex freut sich: "Ein besonderes Wochenende"

"Für unsere Familie war es ein besonderes Wochenende. Es hätte besser sein können, aber wir haben recht gute Ergebnisse geholt. Marcs Comeback nach diesen schweren Monaten ist echt unglaublich."

Als Marc Marquez nach dem Rennen zurück in die Honda-Box kam, konnte er seine Emotionen nicht verbergen. Die Freude und die Erleichterung nach so vielen Monaten voller Sorgen und Zweifel brachen förmlich aus ihm heraus. Der sechsfache MotoGP-Weltmeister verdrückte sogar ein paar Tränen.

"Er weiß am besten, in welcher Situation er war", sagt Alex Marquez über diese emotionalen Szenen. "Er verdient sich diesen siebten Platz. Das ganze Wochenende von ihm war unglaublich." Am Sonntagabend reisten dann beide Brüde gemeinsam zurück ins heimische Cervera.

Marc Marquez auf Anhieb bester Honda-Pilot

Platz sieben war ein Anfang. Steigerungs-Potenzial gibt es reichlich, wie Alex Marquez beispielhaft nennt: "In den ersten Runden hat man gesehen, dass er sich erst wieder an das Rennen gewöhnen muss und Fehler gemacht hat. Aber er hat bis zur letzten Runde gekämpft."

Marc Marquez war beim Comeback auf Anhieb bester Honda-Fahrer. An seinem Motorrad ließ er nur Kleinigkeiten verändern. In Zukunft wird der Ex-Weltmeister wieder in das Entwicklungs-Programm eingebunden sein.

"Die Rückkehr von Marc war für alle gut, vor allem für Honda", ist Alex Marquez überzeugt. "Nach einem Jahr Pause war er mit der Arbeit von allen sehr zufrieden. Einige Parameter müssen wir noch anpassen. Mit frischen Reifen haben wir immer noch Probleme."

"Marc ist eine gute Referenz, er hat uns geschlagen. Das Motorrad sieht gut aus. Ich denke, wir haben eine gute Basis, auf der wir weiterarbeiten können. Dass Marc wieder da ist, macht es etwas einfacher, weil wir auch von ihm Feedback bekommen. Er kennt das Motorrad am besten."

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