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FIM Superbike World Championship

Ducati lobt Loris Baz für Comeback: “Bekam sehr viele Nachrichten”

7. Okt.

Foto: Team Go Eleven

Ducati-Ersatzpilot Loris Baz stürmt bei der Superbike-WM in Portimao auf das Podium und empfiehlt sich damit für eine Rückkehr in die WSBK.

Loris Baz überraschte beim WSBK-Einsatz in Portimao mit Podestplätzen und machte damit Werbung in eigener Sache. Der Franzose beendete alle drei Rennen auf Position drei, musste das Podium im zweiten Rennen aber nach der Kollision mit Alvaro Bautista (Honda) an Andrea Locatelli (Yamaha) abtreten. Dennoch waren die beiden Einsätze für GoEleven-Ducati in Jerez und Portimao eine gute Empfehlung für die Saison 2022.

Ducati registrierte, was Baz in Portimao erreichte und meldete sich aus Austin. "Ich bekam von Paolo (Ciabatti, Ducati-Sportdirektor; Anm. d. Red.) sehr viele Nachrichten mit Danksagungen und Glückwünschen", kommentiert Baz auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

GoEleven-Stammpilot Chaz Davies, der verletzungsbedingt auf Jerez und Portimao verzichten musste, fuhr in der laufenden Saison nur ein Mal auf das Podium. Loris Baz demonstrierte eindrucksvoll, wozu die Ducati Panigale V4R des italienischen Teams gut ist. Ab Argentinien soll Davies aber wieder übernehmen.

"Ducati und GoEleven haben mir die Möglichkeit gegeben, zu zeigen, dass ich in dieses Fahrerlager gehöre", bemerkt Baz. "Den Leuten, die mir im vergangenen Jahr zu viele Sachen versprochen haben, konnte ich zeigen, dass sie mich hätten anders einschätzen sollen. Jetzt kann ich die Saison mit einem großen Lachen abschließen. Mal sehen, was in der Zukunft passiert."

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GoEleven-Ducati schwärmt von Loris Baz

GoEleven-Teammanager Denis Sacchetti war voll des Lobes für Baz' Leistungen und bezeichnete die erreichten Ergebnisse als "magisch". Sacchetti staunt über Baz' Podestplätze beim Sprung ins kalte Wasser.

"Ich habe nur wenige Worte, um zu beschreiben, was Baz und das Team in nur zwei Rennen geleistet haben. Sie waren super. Ich glaube, niemand hat diese Ergebnisse von einem Fahrer erwartet, der als Ersatzfahrer hierhin kam und in diesem Jahr andere Reifen verwenden musste", lobt der GoEleven-Verantwortliche.

Loris Baz ist traurig, die Ducati wieder an Chaz Davies abgeben zu müssen

In der MotoAmerica erlebte Loris Baz in diesem Jahr eine durchwachsene Saison. Die Dunlop-Reifen harmonierten nicht mit der Ducati. Bei der WSBK-Rückkehr konnte Baz zeigen, dass er nach wie vor ein Spitzenfahrer ist.

"Ich gebe immer 100 Prozent, egal auf welches Motorrad ich steige. Das ist meine Herangehensweise. Auf diesem Motorrad funktionierte es richtig gut. Es ist das beste Motorrad, das ich seit langer Zeit fuhr", bemerkt der Franzose.

"Das Gefühl auf dem Motorrad ist richtig gut. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich es an Chaz zurückgeben muss. Es war ein fantastisches Wochenende. Ich kann damit sehr zufrieden sein und jetzt Urlaub machen", erklärt Baz, der seinen "Urlaub" am Wochenende in Most verbringt. Bei der Langstrecken-WM (am Samstag ab 10:55 Uhr im Livestream auf servustv.com/sport und in allen Apps) geht der ehemalige MotoGP-Pilot für Ducati an den Start.

Warum war Loris Baz so schnell?

Beim WSBK-Einsatz in Portimao fuhr Baz ohne Druck. Was das ein Teil des Erfolgsrezepts? "Das Fahren zu genießen ist der Schlüssel, um schnell zu sein", erklärt er. "Manchmal ist es gut, wenn man es ruhig angehen kann und das Fahren genießen kann. Ich rate jedem Nachwuchsfahrer, der mich um Hilfe bittet, das Fahren einfach zu genießen."

"Ich liebe es, Rennen zu fahren. Wenn das nicht mehr so ist, werde ich zurücktreten. Ich genoss dieses Wochenende sehr. Wenn man eine komplette Saison fährt, dann hat man Erwartungen, Druck und so weiter. Ich hatte nichts zu verlieren und genoss es einfach", berichtet der GoEleven-Ducati-Pilot.

Schlimme Erinnerungen bremsen Loris Baz beim Start

Unsicher war sich der Franzose beim Start des zweiten Rennens. Auf Grund eines Problems mit der Start-Ampel verzögerte sich der Start. "Ich wusste nicht, was ich mit kalten Reifen erwarten kann. Ich attackierte nicht", bemerkt er. "Wir kamen in die Startaufstellung und die Ampel ging an und wieder aus. Es gab ein Problem mit der Ampel."

"Wir montierten wieder die Reifenwärmer. Doch diese waren nicht an den Strom angeschlossen. Im Endeffekt standen wir dort sechs Minuten ohne Reifenwärmer. Als mir das in den USA zum letzten Mal passierte, zerstörte ich in der ersten Runde den Rahmen, den Motor und die Schwinge", scherzt Baz. "Ich hatte schlechte Erinnerungen und hatte wirklich Angst. Daher ging ich es ruhig an in den ersten Runden."

"Ich denke, ich hätte ab Kurve 1 zu 99 Prozent attackieren können. Doch ich wusste nicht, was mich erwartet", erklärt der Ducati-Pilot. "Das Duell mit Rinaldi kostete mich zusätzlich Zeit. Dann rauchte Van der Marks Motorrad. Ich wollte nicht stürzen, sollte sein Motor platzen. Deshalb hielt ich etwas Abstand. Doch ich wusste, dass ich schnell bin. Am Ende machte ich viel gut."

Bei seinen beiden Einsätzen in Jerez und Portimao kassierte Loris Baz 53 Punkte und schoss damit auf die 14. Position der Fahrerwertung. Am Wochenende in Portimao konnte lediglich ein Fahrer mehr Punkte kassieren als Baz. Ducati-Pilot Scott Redding holte dank seiner drei zweiten Plätze insgesamt 49 Zähler, Loris Baz kam trotz Strafe auf 36 Zähler.

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