Bottas gewinnt Sprint in Brasilien vor Verstappen

13. Nov.

GEPA Pictures

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat den dritten und letzten Sprint der Formel-1-Saison gewonnen.

Der Finne verwies nach 24 Runden auf dem Kurs von Interlagos WM-Spitzenreiter Max Verstappen und den spanischen Ferrari-Piloten Carlos Sainz auf die Plätze und sicherte sich die beste Ausgangsposition für das viertletzte Saisonrennen am Sonntag.

Für Bottas ist es die 20. Pole Position seiner Formel-1-Karriere und die vierte der Saison. Verstappen, der von ganz vorne gestartet war, ging kein großes Risiko ein und kann mit Rang zwei gut leben. Der 24-Jährige sammelte weitere zwei WM-Punkte, damit liegt er in der Fahrerwertung nunmehr 21 Zähler vor seinem Verfolger Lewis Hamilton.

Aufholjagd von Hamilton

Hamilton erreichte als Fünfter das Ziel, nachdem er gut zwei Stunden vor Beginn des Sprints als Qualifying-Sieger vom Freitag disqualifiziert worden war und dem Feld hinterherjagen musste. Wegen einer Motorenstrafe verliert Hamilton beim Grand Prix am Sonntag nochmals fünf Startplätze, damit geht er von Rang zehn in den 19. Saisonlauf.

Die Rennkommissare stuften seinen im Qualifying eingesetzten Mercedes als nicht regelkonform ein, bei Nutzung des Drag Reduction System (DRS) öffnete sich der verstellbare Heckflügel zu weit, Hamilton erzielte so wohl Geschwindigkeitsvorteile auf der Gerade. Mercedes verzichtete auf einen Protest, dieser "hätte alle Resultate des Wochenendes aufs Spiel gesetzt", teilte ein Sprecher mit.

Gegen Verstappen hatten die Stewards ebenfalls ermittelt, sie beließen es aber bei einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro. Verstappen hatte unmittelbar nach dem Qualifying am Freitag den Heckflügel an seinem Red Bull begutachtet und diesen auch berührt, dies wiederholte er anschließend an Hamiltons Mercedes. Damit verstieß Verstappen gegen die Parc-ferme-Regeln.

Hamilton reiste bereits mit 19 Punkten Rückstand auf Red-Bull-Pilot Verstappen nach Brasilien. Sollte der Niederländer Sao Paulo mit mindestens 24 Zählern Vorsprung verlassen, kann Hamilton seinen Widersacher in den dann verbleibenden drei Rennen aus eigener Kraft nicht mehr von der Spitze der WM-Wertung verdrängen. (SID/Red.)

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