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Cal Crutchlow deutet LCR-Abschied an: „Alle guten Dinge enden irgendwann“

7. Juli 2020
Cal Crutchlow hat die Lust am Rennfahren trotz Verletzungen noch nicht verloren

Foto: LAT

Cal Crutchlow bestätigt, dass er sich höchstwahrscheinlich von LCR-Honda verabschieden muss. Die neue Aprilia RS-GP würde der Brite interessant finden.

Wie bereits berichtet wird Cal Crutchlow voraussichtlich Honda und das Team von Lucio Cecchinello mit Saisonende verlassen müssen. Weil Honda Pol Espargaro verpflichte hat (die offizielle Bestätigung steht noch aus) wird Alex Marquez 2021 ins LCR-Team transferiert werden.

Als zweiter Fahrer wird voraussichtlich Takaaki Nakagami bleiben. Honda will einen Japaner in der Königsklasse haben und Großsponsor Idemitsu deckt die finanzielle Seite ab. Somit wird sich Crutchlow, der seit 2015 für LCR fährt und drei Rennen gewonnen hat, verabschieden müssen.

Honda hat sich noch nicht geäußert

Offiziell hat sich Honda noch nicht bezüglich der Fahrer für das nächste Jahr geäußert. Aber Crutchlow lässt nun durchklingen, dass er keine Zukunft mehr bei LCR hat. Er hatte einen Honda-Werksvertrag, der Ende 2020 ausläuft, in der Tasche.

"Meine Zeit mit Honda war großartig, wir haben viel gemeinsam erreicht, aber alle guten Dinge gehen irgendwann zu Ende", wird der Brite von 'Bikesportnews' zitiert. "Wenn kein Deal mit Taka zustande kommt, kann ich vielleicht bleiben, aber ich denke, diese Chance ist gering."

Mit LCR-Honda gewann Cal Crutchlow im Jahr 2016 die Grands Prix in Tschechien und Australien. 2018 siegte er in Argentinien. Insgesamt fuhr der Brite mit der RC213V zwölf Mal auf das Podest. Zweimal eroberte er die Pole-Position.

Neben dem Werksteam rund um Weltmeister Marc Marquez war auch Crutchlow in die Entwicklung des Motorrads eingebunden und hatte in den vergangenen Jahren praktisch das gleiche Material wie Marquez zur Verfügung.

Cal Crutchlow: Blick ist nach vorne (zu Aprilia) gerichtet

"Ehrlich gesagt, ich fühle mich deswegen nicht schlecht", kommentiert Crutchlow seinen bevorstehenden Abschied von LCR-Honda. Seine Zukunft könnte ihn zu Aprilia führen. Andrea Iannone wartet immer noch auf einen Termin für eine Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof.

Mit Cal Crutchlow ist für Aprilia eine neue Option auf dem Fahrermarkt aufgetaucht. Da die neue RS-GP Potenzial gezeigt hat, könnte Crutchlow dieses Projekt reizen: "Es geht nicht ums Geld. Die RS-GP mit Aleix zu entwickeln, könnte Spaß machen."

Auch MotoGP-Promoter Dorna hat Interesse daran, einen Briten im Feld zu haben. Einerseits für den Grand Prix von Großbritannien, andererseits für TV-Partner BT Sport. Carmelo Ezpeleta hat bereits angekündigt, dass man Cal Crutchlow helfen will, einen Platz zu finden.

"Glücklicherweise habe ich eine gute Beziehung zu Carmelo Ezpeleta", sagt Crutchlow dazu. Ein Rücktritt soll zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen sein. Schon im Frühling hielt der 34-Jährige fest, dass er weitermachen will.

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