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Cal Crutchlow – Ein emotionaler Abschied

23. Nov.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Cal Crutchlow hatte über die Saison mit gesunddheitlichen Problemen zu kämpfen. Der Grand Prix von Portugal war sein letztes MotoGP-Rennen.

Beim Saisonfinale in Portimao (Portugal) ging die MotoGP-Karriere von Cal Crutchlow (LCR-Honda) vorerst mit Platz 13 zu Ende. Sonntagmorgen stellte der Brite im Warm-up die Bestzeit auf. Im Rennen kämpfte Crutchlow zunächst mit Pol Espargaro (KTM) und Stefan Bradl (Honda) rund um Platz vier.

Einige Fehler und ein stark abbauender Hinterreifen sorgten dann für den Rückfall bis auf Platz 13. „Es war emotional", sagt Crutchlow über die Szenen, als er nach dem Rennen zum letzten Mal seine LCR-Box ansteuert hat.

„Ich habe im Rennen alles gegeben. Das ist alles, was ich von mir verlangen kann - wie immer. Wenn wir über das Rennen sprechen, dann bin ich natürlich enttäuscht vom Ergebnis, weil ich in einer guten Position war. Ich hatte das Gefühl, dass ich das auch halten könnte."

„Aber der Hinterreifen ließ extrem stark nach. Vielleicht habe ich zu Beginn des Rennens die Traktionskontrolle zu sanft eingestellt. Ich habe jedenfalls weitergekämpft und bin mehrmals in Kurve 1 bei 300 km/h von der Strecke abgekommen."

"Ich habe nie aufgegeben! Das Problem war, dass ich nicht mehr geben konnte. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich wollte mein letztes Rennen unbedingt beenden. Es war wichtig, die Zielflagge zu sehen", betont Crutchlow, der in seiner Karriere drei MotoGP-Rennen gewonnen hat.

„Als ich einmal hinter Pol war, bin ich in Kurve 1 von der Strecke abgekommen. Ich würde mir wünschen, dass ich diesen einen Fehler nicht gemacht hätte. Das war es dann, weil ich anschließend in einer Gruppe mit sechs, sieben anderen Jungs war."

„Es war mein eigener Fehler. Ich glaube dennoch, dass ich hinter Pol bleiben hätte können, wenn ich nicht von der Strecke abgekommen wäre und den Reifen für das Rennende besser managen hätte können."

Crutchlow wollte nicht mit einem Sturz abtreten

„Ich bin aber sehr glücklich, dass ich ins Ziel gekommen bin, weil ich meine Karriere mit einem Sturz begonnen habe. Meine Karriere hätte auch mit einem Sturz enden können. Ich bin glücklich, dass es vorbei ist. Jetzt bin ich fertig."

Ganz korrekt ist Crutchlows Aussage nicht, wenn er sich auf die MotoGP bezieht. Denn bei seinem ersten Rennen in Katar 2011 sah er die Zielflagge als Elfter - ohne im Rennen zu stürzen.

Seine letzte Saison beendete Crutchlow in der Weltmeisterschaft auf dem 18. Platz. Rang acht in Aragon 1 war sein bestes Ergebnis und seine einzige Platzierung in den Top 10. Im nächsten Jahr wird der 35-Jährige bei Yamaha als Testfahrer fungieren.

Wie sein Programm im Detail aussehen wird, wurde von Yamaha noch nicht kommuniziert. Auch, ob es eventuell (bis zu drei) Wildcards gibt und ob Crutchlow als Ersatz für einen verletzten Rennfahrer einspringen würde, steht noch nicht endgültig fest.

Deswegen hat Crutchlow seinen vorerst letzten Grand Prix in vollen Zügen genossen: "Es war sehr schön, im Rennen mit einigen der besten Fahrer der Welt zu kämpfen. Diese Jungs haben in diesem Jahr Rennen gewonnen und waren oft auf dem Podium."

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