Champions League: ManCity will Final-Traum verwirklichen

4. Mai

Foto: GEPA pictures / AMA sports / Robbie Jay Barratt

Für Manchester City könnte es eine historische Woche werden. Der englische Top-Club steht vor seiner ersten Final-Teilnahme in der Champions League und dem vorzeitigen Gewinn des 7. Meistertitels. Damit es so kommt, muss das Team von Trainer Pep Guardiola am Dienstag in der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain zunächst das 2:1 aus dem Hinspiel verteidigen.

Mit dem vor allem aufgrund der ersten Hälfte glücklichen Auswärtssieg im Prinzenpark haben die "Citizens" beste Karten, um den lang gehegten Traum der Eigentümer aus Abu Dhabi endlich wahr werden zu lassen. Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez erzielten zwei wertvolle Auswärtstore in einem Spiel, das eigentlich die Hausherren hätten gewinnen müssen. 1,76 zu 0,82 lautete am Ende der Indikator "Expected Goals" (xG) zugunsten von PSG. Ein statistischer Wert, der die Qualität der Torchancen in einem Match bemisst.

Guardiola fordert "fast perfekte" Leistung

Auch deshalb haben die Franzosen die Wiederholung der Final-Teilnahme aus dem Vorjahr noch nicht abgehakt. "Ich werde der erste Krieger sein, der für die Mannschaft in den Kampf ziehen wird", kündigte Neymar martialisch an. Ob Kylian Mbappe, der im Hinspiel kein Faktor war und sich an der Wade verletzt hat, im Etihad Stadium mit dabei sein kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Beim jüngsten Liga-Auftritt stand der pfeilschnelle Stürmer nicht im Kader von Trainer Mauricio Pochettino, und auch das Sonntags-Training fand ohne den Weltmeister statt. Sicher fehlt Mittelfeldspieler Idrissa Gueye nach seiner Roten Karte.

Zudem tut sich für die Gäste eine hohe Hürde auf. City hat in dieser Saison im eigenen Stadion erst zweimal verloren (2:5 Leicester, 0:2 United) und in 20 Spielen 16 Siege gefeiert. Dennoch gibt Guardiola den Mahner: Sein Team müsse gegen PSG "eine fast perfekte" Leistung zeigen, forderte der Coach. "Alle wissen, dass wir hier etwas Besonderes erleben. Aber wir müssen unseren Job machen." Gelingt das, warten im Finale in Istanbul am 29. Mai entweder Liga-Rivale Chelsea oder Real Madrid (Hinspiel: 1:1).

Der dritte Liga-Titel in vier Jahren unter Guardiola ist praktisch fix. "Wir können den Champagner kaltstellen. Aber aufmachen dürfen wir ihn noch nicht", sagte der Star-Coach nach dem 2:0 gegen Crystal Palace am Wochenende. Am Sonntag hätte City dann sogar anstoßen können. Hätte Lokalrivale United gegen Liverpool verloren, wären die "Citizens" rechnerisch nicht mehr einzuholen gewesen. Doch zum Schlagerspiel kam es dann wegen Fan-Protesten nicht. Den letzten Schritt kann City am Samstag nun selbst mit einem Sieg gegen Chelsea machen. (APA/red.)

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