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Conference League: Austria Wien bangt um Aufstieg

22. Juli
Marco Djuricin; Austria Wien; Fußball; 2021

Foto: (C) GEPA pictures/ Philipp Brem

Eine müde wirkende Austria Wien kam gegen den isländischen Club Breidablik nicht über ein 1:1 hinaus. Nun müssen die Veilchen um den Aufstieg in der Europa Conference League bangen.

Die Austria Wien muss in der Qualifikation zur neu geschaffenen UEFA Europa Conference League um den Aufstieg bangen. Die Wiener kamen zu Hause gegen den isländischen Vertreter Breidablik nicht über ein enttäuschendes 1:1 (1:0) hinaus. Ein Tor von Marco Djuricin (32.) war für einen Heimsieg vor etwas mehr als 6.000 Zuschauern zu wenig. Alexander Sigurdarson gelang kurz nach der Pause der Ausgleich (47.).

Die Elf von Neo-Chefcoach Manfred Schmid benötigt im Rückspiel nächsten Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) in Kopavogur bei Reykjavik eine Leistungssteigerung, um nicht bereits bei ihrem Einstieg in der 2. Quali-Runde auszuscheiden. Zumindest die Auswärtstorregel, die die UEFA vor dieser Saison abgeschafft hat, steht ihnen nicht im Weg. Auf die nach der Pause müde wirkenden Wiener wartet zunächst noch der Bundesliga-Auftakt am Sonntag auswärts gegen die SV Ried.

Die Austria hatte vor der Partie die Rückkehr der Fans auf die Ränge ebenso herbeigesehnt wie das internationale Comeback. Schmid hatte Breidablik als Gradmesser für die aktuelle Verfassung seiner Mannschaft bezeichnet. Diese begann wie erwartet mit den Neuzugängen Manfred Fischer und Marvin Martins. Der Rechtsverteidiger aus Luxemburg spürte schon nach wenigen Sekunden die isländische Härte. Insgesamt begannen die im Liga-Betrieb stehenden Gäste alles andere als abwartend. Die Austria offenbarte in der neu zusammengestellten Defensive Abstimmungsprobleme.

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Fans erlebten Schrecksekunde

Ein solches hätte Breidablik schon nach fünf Minuten fast genutzt. Nach einem Eckball kam Verteidiger Damir Muminovic aus zehn Metern zum Abschluss. Patrick Pentz parierte mit der Hand. Eine weitere Schrecksekunde erlebten die violetten Fans nach einer knappen Viertelstunde. Johannes Handl klärte den Ball schlecht, Gisli Eyjolfsson fiel dann im Strafraum über den ausgestreckten Fuß des Verteidigers. Schiedsrichter Kari Hövdanum von den Färöer winkte jedoch sofort ab.

Als Aktivposten im Austria-Spiel präsentierte sich Fischer. Der von Altach gekommene Mittelfeldmann versuchte sich zunächst aus der Distanz und rang Breidabliks Torhüter Anton Ari Einarsson per Kopf eine erste Parade ab (17.). Einarsson sollte in Folge vermehrt im Blickpunkt stehen. Der Schlussmann verwehrte Christian Schoissengeyr nach einem Freistoß und der darauffolgenden Ecke binnen einer Minute zweimal einen Treffer.

In der 32. Minute war Einarsson schließlich geschlagen. Nach einem Vorstoß von Fischer fand Dominik Fitz Mittelstürmer Djuricin, der den Ball volley ins Netz bugsierte. Für den 28-Jährigen mag es ein wenig Genugtuung gewesen sein: Djuricin stand er schon 2013 für Sturm Graz am Feld, als die Steirer an Breidablik in der Europa League-Qualifikation scheiterten. Der Angreifer hätte beinahe noch nachgelegt, Einarsson war erneut mit den Fingerspitzen zur Stelle (35.).

Austria wirkte müde

Souverän war die Vorstellung der Austria dennoch nicht. Pentz musste kurz vor der Pause noch einmal abtauchen. Nur 64 Sekunden nach Wiederanpfiff war aber auch er geschlagen. Vesel Demaku unterlief ein Fehler, erneut stand die Abwehr schlecht - Sigurdarson kam nach einem Doppelpass frei zum Abschluss. Breidablik nahm nun das Heft in die Hand, der Austria gelang wenig. Die müde wirkenden Favoritner rangen um Linie im Spiel, während die Isländer mitunter ein Pressing aufzogen.

Schmid reagierte nach einer Stunde mit einem Dreifachtausch. Für Djuricin, Fitz und Teigl kamen Alexander Grünwald, Benedikt Pichler und Aleksandar Jukic. Die Wirkung blieb überschaubar. Grünwald fand noch die beste Chance der Wiener in der zweiten Halbzeit vor. Sein Kopfball (77.) ging aber am Tor vorbei. Vesel Demaku schoss im Finish noch deutlich über das Gehäuse (83.), Austrias dezenter Sturmlauf im Finish brachte nichts mehr ein. (APA/Red)

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