Social-Media-Hype: Pedrosa kritisiert MotoGP-Piloten

14. Juli

Foto: Motorsport Images

Ex-MotoGP-Star Dani Pedrosa glaubt, dass es Fahrer gibt, die sich mehr um ihr Image auf Social Media kümmern als um ihre Ergebnisse - Namen nennt er dabei nicht.

Inzwischen ist es Alltag: So gut wie jeder Pilot in der Motorrad-WM, von der Moto3 bis hinauf zur MotoGP, ist auf mindestens einer Social-Media-Plattform mit einem eigenen Profil vertreten. Das gehört heutzutage nicht nur zum guten Ton, sondern ist auch aus Marketing-Sicht relevant. Schließlich geht es oft auch um Sponsoren-Verträge und dergleichen.

Dass einem auf Twitter, Instagram & Co. mit zunehmender Popularität aber immer wieder auch Hass und Häme entgegenschlägt, musste so mancher Pilot schon am eigenen Leib erfahren. Yamaha-Star Maverick Vinales nahm das sogar zum Anlass, seinen Twitter-Account zu schließen. Andere Fahrer wiederum lassen ihre Profile von Dritten betreuen.

"Die MotoGP hat sich verändert"

Einer, der die immens gestiegene Bedeutung sozialer Medien zu seiner aktiven Zeit nicht (mehr) miterlebt hat, ist Dani Pedrosa. Und genau darin macht der langjährige Honda-Pilot und heutige KTM-Edeltester einen der Haupt-Unterschiede zu damals aus.

"Die MotoGP hat sich seit langer Zeit verändert", sagt Pedrosa im Gespräch mit 'El Mundo'. "Es ist klar, dass die Neuerungen, die von der Dorna und Carmelo Ezpeleta vorgenommen wurden, dazu gedient haben, das Bild der Weltmeisterschaft neu zu beleben." Doch diese Entwicklung trage nicht nur positive Früchte.

"Mir fällt immer wieder auf, dass sich viele Fahrer scheinbar mehr mit den sozialen Medien als mit ihren Ergebnissen beschäftigen", kritisiert Pedrosa die Präsenz mancher Fahrer. "Vielleicht täusche ich mich auch - aber ich bemerke eine Tendenz, ihre Ergebnisse Woche für Woche mit Worten oder Fotos zu rechtfertigen."

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