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Rossi hat Bagnaia-Sieg vorhergesehen: „Das ist der Moment“

14. Sept.

Foto: Motorsport Images

Valentino Rossi zeigt sich glücklich und stolz über den ersten MotoGP-Sieg von Francesco Bagnaia. Er verrät, was er ihm am Tag zuvor noch geraten hat.

Auch wenn der Grand Prix von Aragon für Valentino Rossi mit Platz 19 enttäuschend endete, hatte "The Doctor" trotzdem Grund zur Freude. Denn: Francesco Bagnaia, seit vielen Jahren Fahrer der VR46-Akademie, feierte nach einem epischen Duell gegen Marc Marquez seinen ersten Sieg in der Königsklasse.

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"Ich freue mich wirklich sehr für Pecco. Wir sind enge Freunde und verbringen viel Zeit miteinander. Und ich weiß, dass der erste MotoGP-Sieg ein Moment ist, den ein Motorradrennfahrer niemals vergisst. Zumal ein Sieg wie dieser, um den man bis zur letzten Runde kämpft, etwas sehr Besonderes ist", sagt Rossi. Dieser gratulierte Bagnaia noch während der Auslaufrunde per Handshake.

Wirklich überraschend kam der Triumph für Rossi nicht: "Pecco hat sich das so verdient. Denn er ist schon das ganze Jahr über schnell unterwegs und fährt die Ducati einfach fantastisch. Ich sagte schon am Samstag zu ihm: Das ist der Moment, um zu gewinnen."

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Bagnaia: "Ich schulde ihm eine Umarmung"

"Er ist immer sehr schnell. Manchmal hatte er Pech mit den Reifen. Aber diesen Sonntag war der Tag. Am Samstag versuchte ich, ihn zu hypnotisieren und redete auf ihn ein: hard-soft, hard-soft, hard-soft. Denn manchmal traf er ein paar seltsame Reifenentscheidungen."

Darauf angesprochen, muss Bagnaia schmunzeln: "Ich schulde ihm eine Umarmung. Er sagte, ich solle unbedingt hard-soft fahren. Denn in Silverstone und in Spielberg 1 entschied ich mich falsch." Dort fiel der Ducati-Pilot trotz aussichtsreicher Renn-Pace mit Reifenproblemen weit zurück. Doch diesmal lief alles nach Plan.

Zwar gibt Bagnaia zu, dass ihn die Vorschusslorbeeren von Rossi im ersten Moment "etwas nervös" machten. "Denn das hatte er vorher noch nie zu mir gesagt. Aber dann wurde ich ruhiger. Denn mir war bewusst, dass ich eine gute Pace habe und die Chance auf den Sieg besteht. Ich dachte mir, dass Marc derjenige mit der besten Pace ist, aber dass unsere Pace gut genug ist, um an ihm dran zu bleiben."

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Arbeit der VR46-Akademie trägt Früchte

Letztendlich reichte es sogar für die konstante Führung, die Bagnaia trotz wiederholter Versuche seitens Marquez, an ihm vorbeizugehen, auch in den Schlussrunden bis ins Ziel erfolgreich verteidigte. Seinen Dank richtet er an die komplette Akademie.

"Sie alle sind eine große Hilfe und stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Deswegen ist dieser Sieg auch für sie", betont der Italiener. Nach Franco Morbidelli ist Bagnaia der zweite Fahrer aus der VR46-Nachwuchsriege, der in der MotoGP einen Sieg feiert.

"Es macht mich stolz auf die Arbeit der Akademie", sagt Rossi. "Wir holten Pecco aus der Moto3 und halfen ihm dabei, auf dieses Level zu kommen. Natürlich liegt sein Schicksal am Ende in seinen eigenen Händen. Man muss ein starker Fahrer sein. Aber wir sind stolz, den Weg mit ihm gegangen zu sein. Auch für Italien ist es toll. Schließlich hat Pecco mit einer Ducati gewonnen. Das ist fantastisch."

Rossi ohne wirkliche Chance, voranzukommen

Von seiner eigenen Performance in Aragon konnte Rossi das leider nicht behaupten. Denn mit Halbbruder Luca Marini konnte der Petronas-Yamaha-Pilot lediglich einen Fahrer hinter sich lassen. Bei zwei gestürzten Kollegen bedeutete das Rang 19.

"Es war ein schwieriger Tag nach einem schwierigen Wochenende", resümiert Rossi. "Wir wussten, dass diese Strecke für mich persönlich eine der schlechtesten ist und sich auch Yamaha hier immer schwergetan hat. Ich hoffte, um ein paar Punkte kämpfen zu können. Denn in den Trainings konnte ich mich manchmal in den Top 15 halten."

"Aber mit dem weichen Hinterreifen mussten wir gerade zu Beginn des Rennens vorsichtig umgehen, um ihn nicht gleich zu verbrennen. Danach konnte ich eine konstante Pace fahren, aber ich war nicht schnell genug, um ein paar Punkte mitzunehmen."

Eine härtere Gummimischung kam für Rossi nicht infrage: "Man musste mit dem weichen Reifen fahren, weil er schneller ist als der Medium und die harte Option. Alle fuhren damit. Am Ende blieb uns keine Wahl. Ich versuchte, ihn am Anfang zu schonen. Aber es ist natürlich schwierig, wenn man von so weit hinten startet. Und die Zeit, die man verliert, kann man danach kaum wieder gutmachen."

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