Davis Cup: ÖTV-Team will zweite Heimchance für Final-Ticket nutzen

5. März 2020

ESPOO,FINLAND,14.SEP.19 – TENNIS – ITF Davis Cup, first round, Finland vs Austria. Image shows Juergen Melzer and Sebastian Ofner (AUT). Photo: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Auch ohne Dominic Thiem geht Österreichs Tennis-Team mit breiter Brust ins Davis-Cup-Duell gegen Uruguay. Kapitän Stefan Koubek: "Ein Weltgruppen-Sieg war schon immer mein Ziel".

Österreichs Tennis-Herren bekommen am Freitag und Samstag ihre zweite Chance für die Qualifikation für ein Davis-Cup-Finalturnier - wieder daheim gegen ein Team aus Südamerika. Anfang Februar 2019 hatte es in Salzburg mit einem 2:3 auf Sand gegen Chile nicht geklappt. Diesmal aber wollen die ÖTV-Asse ihre Chance auf Hartplatz in Graz-Premstätten gegen Uruguay erneut ohne Dominic Thiem nutzen.

Der Weltranglisten-Dritte bereitet sich in Übersee aktuell auf seine Titelverteidigung beim Masters-1000-Event in Indian Wells vor. Doch auch ohne den 26-jährigen Top-Star hat ÖTV-Kapitän Stefan Koubek eine durchaus kompakte Truppe beisammen. So ist Dennis Novak gerade dabei, stärker auf der ATP-Tour Fuß zu fassen. Und steht aktuell in der Weltrangliste ebenso auf einem Karriere-Hoch wie der zuletzt überzeugend aufspielende Jurij Rodionov.

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Rodionov zweiter Einzel-Spieler neben Novak

Koubek wollte am Mittwoch Abend erst intern kommunizieren, wen er für das zweite Einzel neben Novak ins Rennen schickt. Inzwischen steht seine Entscheidung auch offiziell fest: Rodionov erhielt vom ÖTV-Kapitän den Vorzug gegenüber Sebastian Ofner. Somit wird Dennis Novak am Freitag für Österreich gegen Uruguays Nummer zwei Martin Cuevas eröffnen. Danach bekommt es Jurij Rodionov mit Pablo Cuevas zu tun.

Dessen neuen Coach Javier Frana wolle Koubek noch kontaktieren, um sich Inputs zu holen. "Es geht darum, worauf man bei Jurij achten soll", so Koubek. Zwar kennt der Kärntner Österreichs Nummer vier gut. Doch Rodionov hat im Februar mit 15 Siegen in 17 Matches bzw. zwei Challenger-Titeln einen Leistungs-Sprung hinter sich. "Jurij hat extrem viel Selbstvertrauen", ist sich Koubek sicher.

Ihm würde es viel geben, sollte der Aufstieg aus der Qualifikations-Runde in das Final-Turnier vom 23. bis 29. November in Madrid gelingen. Nicht nur wegen der Qualifikation an sich, sondern auch weil es ein Weltgruppen-Sieg wäre. "Ein Weltgruppen-Sieg war schon immer mein Ziel", sagte der 43-Jährige. "Als Spieler ist es mir nicht gelungen. Als Kapitän bin ich guter Dinge, dass es sich dieses Mal ausgehen wird."

Uruguay-Kapitän hofft auf Überraschung

Der jüngste Weltgruppen-Erfolg datiert noch weit vor der Davis-Cup-Reform vom Februar 2012 mit einem 3:2 in Wiener Neustadt gegen Russland. Uruguays Kapitän Enrique Perez-Cassarino ist zuversichtlich, mit Pablo Cuevas & Co. die ÖTV-Wartezeit verlängern zu können. "Der Davis Cup ist bekannt für Überraschungen", meint der 52-Jährige. "Ich hoffe, dass an diesem Wochenende eine passiert."

Das bisher einzige Duell mit Uruguay hat Österreich 1994 in Montevideo mit Thomas Muster, Gilbert Schaller und Horst Skoff mit 3:2 gewonnen. Dieses Mal wird in der 5.000 Zuschauer fassenden Steiermark-Halle am Schwarzlsee am Freitag ab 15:00 Uhr (zwei Einzel) sowie am Samstag (Doppel und zwei Einzel) ab 13:00 Uhr gespielt - ServusTV überträgt an beiden Tagen live im Free-TV und im Livestream. Bei den Österreichern sind Jürgen Melzer und Oliver Marach für das Doppel gesetzt.

Die Voraussetzungen für einen Erfolg sind für Koubek auch punkto Court gegeben. "Ein zügiger, nicht zu schneller Hardcourt, auf dem die Bälle nicht allzu hoch abspringen. Genau so, wie wir uns das vorgestellt haben." Gleichzeitig warnte er aber vor der Konkurrenz: "Wir müssen den Gegner ernst nehmen und konzentriert bleiben. Cuevas ist ein sehr guter Spieler. Aber alleine kann er auch nur zwei Punkte machen." (APA/red.)

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