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„Körper ist am Limit“: Zarco denkt über Armpump-OP nach

15. Sept.

Foto: Motorsport Images

Jetzt hat es auch ihn erwischt: Auch Johann Zarco hatte zuletzt mit Armpump zu kämpfen - der WM-Vierte macht den technischen Fortschritt in der MotoGP dafür verantwortlich.

Armpump ist bei MotoGP-Piloten weit verbreitet. Wegen des "Kompartmentsydroms", wie es medizinisch heißt, ließen sich die meisten Fahrer schon an den Unterarmen operieren. Jüngste Beispiele dafür sind Iker Lecuona, Jack Miller und Fabio Quartararo.

Beide Erstgenannten unterzogen sich nach dem diesjährigen Auftakt-Doppel in Katar diesem Eingriff. Und Quartararo hatte beim Spanien-Grand-Prix große Probleme, legte sich daraufhin direkt nach dem Rennen in Jerez unters Messer. Seitdem hatten alle drei Piloten keinerlei Probleme mehr.

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"Scheinbar Teil des MotoGP-Sports"

"In Österreich und Silverstone bekam ich Armpump-Probleme", verrät jetzt Johann Zarco. "Es scheint, als hätten wir einen bestimmten Punkt erreicht - nämlich dass man nur schnell sein kann, wenn man Armpump hat. Deshalb denke auch ich über eine Operation nach."

Der richtige Zeitpunkt dafür sei aber noch nicht gekommen, so der Franzose. "Es scheint, dass Armpump ein Teil unseres Sports geworden ist. Und wenn ich mich operieren lasse, kann ich vielleicht auf ein anderes Level kommen. Fabio ist dafür ein gutes Beispiel."

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Armpump-Probleme für Zarco völlig neu

Dabei hatte Zarco, der schon seit 2017 in der MotoGP fährt, in der Vergangenheit nie Probleme mit Armpump. Dazu habe allein die technische Entwicklung in der Motorrad-Königsklasse geführt, glaubt er. Denn das Ride-Height-System habe den Speed und die Belastung für den Körper und speziell die Arme verstärkt.

"Das scheint jetzt bei allen Motorrädern der Fall zu sein, weil wir so extrem beschleunigen und bremsen. Und wenn man sich ausruht, kommt man mit dem Motorrad nirgendwohin. Ich glaube, Bagnaia und Marc Marquez sind neben mir die einzigen, die noch keine Armpump-Operation hatten."

Zarco sieht seinen Körper am Limit

"Es gibt den Punkt, wo der Körper am Limit ist", sagt Zarco. "In Silverstone hatte ich größere Probleme als in Aragon. Wenn alles perfekt sein muss und man nicht leiden will, kann man seine Performance nicht über 20 Saison-Rennen bringen. Deshalb denke ich über diesen Schritt nach."

Der 31-Jährige weiter: "Ich wollte diese Operation eigentlich nicht machen. Aber vielleicht muss ich einfach akzeptieren, dass ich das für meinen Stil machen muss." Auf einen genauen Zeitpunkt für den Eingriff hat sich der Pramac-Pilot allerdings noch nicht festgelegt.

"Ich habe zwei Möglichkeiten", erklärt Zarco: "Entweder nach der Saison, oder in der Pause zwischen Austin und Misano 2. Die zwei Wochen nach Austin könnten für die Genesung reichen. Dann könnte ich noch die letzten Rennen fahren", hofft der WM-Vierte. Denn: "Wenn ich die OP erst im Winter mache, ist die Pause bis zum ersten Test vielleicht zu lange."

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