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Der Stanley Cup: Von Feiern und Fehlern am Pokal

17. März 2021
ICE HOCKEY – NHL, Sharks  vs Penguins

Foto: (C) GEPA pictures/ USA Today/ Gary A. Vasquez

Vor 129 Jahren wurde der Stanley Cup gestiftet. Seit damals hat die wichtigste Trophäe im Eishockey-Sport viel erlebt und mitgemacht.

Alles beginnt in England, es ist das Jahr 1888, und Frederik Stanley, später 16. Earl of Derby, wird durch Königin Victoria zum britischen Generalgouverneur von Kanada berufen. Lord Stanley of Preston lernt das Land schnell zu schätzen, er entdeckt das Angeln für sich und findet Gefallen am Eishockey. So kommt es, dass er am 18. März 1892 eine in Sheffield hergestellte Trophäe stiftet, die er vom Londoner Silberschmied G.R. Collis and Company erworben hat.

Eingraviert ist „Dominion Hockey Challenge Cup", doch die Silberschüssel wird schnell nach dem Spender als Stanley Cup benannt. Erstmals wird sie 1894 an den kanadischen Amateurmeister vergeben, doch da ist der Lord, Sohn des dreimaligen britischen Premierministers Edward Smith-Stanley, schon wieder nach England zurückgekehrt.

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Unglaublich: Ein Name fünf Mal anders geschrieben

18,5 Zentimeter ist der ursprüngliche Pokal groß, um den ab 1910 nur noch Profis spielen und den bis heute der NHL-Champion in die Höhe stemmt. Doch das wertvolle Stück hat sich über die Jahre stark verändert.

Inzwischen misst der Stanley Cup fast 90 Zentimeter und ist gut 16 Kilogramm schwer. Er ist riesig, 2394 Namen von Titelgewinnern sind derzeit eingraviert (als erstes Team wurden 1907 die Montreal Wanderers im Cup verewigt). Und es wurde reichlich gepatzt. Buchstabendreher, Schreibfehler, alles ist dabei. Jacques Plantes Name wurde fünfmal eingeritzt, jedesmal anders.

Der Stanley Cup ist im Gegensatz zu anderen Trophäen ein echter Wanderpokal, er wird Jahr für Jahr von Champion zu Champion weitergereicht. Die Gewinner dürfen etwas Zeit mit ihm verbringen, so auch Dennis Seidenberg. Der Verteidiger, 2011 mit den Boston Bruins NHL-Sieger, ließ seine beiden Töchter darin taufen.

Nicht ganz zimperlich zeigten sich beispielsweise die New York Rangers. Sie gewannen den Cup 1940. Gleichzeitig bezahlten sie den Madison Square Garden ab. Den Pfandbrief verbrannten sie in der Schüssel des Cups. Anstatt mit Wasser das Feuer zu löschen, urinierten einige Spieler in die Schüssel.

Ein gewisser Mark Messier nahm den Stanley Cup mit in einen Strip-Club. Das, um nur wenige Auszüge aus der langen Geschichte des Stanley Cups zu nennen (SID/Red)

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